zurück

Holzkohlegrills mit nachhaltiger Glut befeuern

Holzkohlegrills führen den Markt für Grillgeräte nach wie vor an. Entsprechend verbreitet ist die Holzkohle als Brennstoff. Dennoch bevorzugen immer mehr Verbraucher Alternativen.

Holzkohle ist noch immer ein beliebter Brennstoff für den Grill.
Holzkohle ist noch immer ein beliebter Brennstoff für den Grill.
Foto: Guido Löhrer Fotografie

„Die klassischen Brennstoffe Holzkohle und Holzkohlebriketts haben noch immer den größten Marktanteil bei den Verbrauchern“, heißt es beim Holzkohlewerk Lüneburg. Christian van Dongen, Produktmanager der Kohle-Manufaktur, bestätigt dies: „Grillkohle ist insgesamt gesehen stabil und weiterhin der mit Abstand meistgenutzte Brennstoff “, sagt er. Jedoch machen er und seine Branchenkollegen einen deutlichen Trend zu hochwertigen Produkten aus. Demnach spielt der Qualitätsaspekt für viele Verbraucher eine immer größere Rolle und wird aus Sicht von Dongen in Zukunft weiter zunehmen, etwa vergleichbar mit dem gestiegenen Anspruch vieler Grillfreunde an Lebensmittel. „Wer Wert darauf legt, was er grillt, will unter dem Rost ebenfalls nicht auf Qualität verzichten“, ist der Manager überzeugt. Dem pflichtet auch bei Boomex bei. So seien verlässliche Qualitätsstandards wichtig, um das Image des Holzkohlegrills nicht zu gefährden.

Das Trend-Guide Grillen
Mehr zum Thema Grillen finden im Trend-Guide-Grillen von markt in GRÜN

Alternativen für Holzkohlegrills

Vor allem die lange Brenndauer sowie ein rauchfreies und einfaches Anzünden bei Holzkohlegrills von Grillkohle und -briketts gelten vielen Verbrauchern als Qualitätsmerkmal. Vermehrt rückt dazu die Frage nach der Nachhaltigkeit in den Fokus.  Endkunden meiden deshalb zunehmend Kohle aus Tropenholz. Beim Holzkohlewerk Lüneburg sind stattdessen etwa Briketts aus Kokosnussschalen auf dem Vormarsch. Die Nachfrage nach dem alternativen Rohstoff , den die Lüneburger z. B. in ihren „Cocos Grillketts“ einsetzen, sei „explosionsartig“ gestiegen, heißt es, und auch für dieses Jahr rechnen sie mit einem weiteren Plus. Nachhaltig ist das Produkt deshalb, weil es zu 100% aus verkohlten Kokosnussschalen besteht, die bei der Verwertung von Kokosnüssen ohnehin als Abfallprodukt anfallen und somit noch eine Wertschöpfung erfahren. Denn bei der Verarbeitung von Kokosbriketts  wird lediglich Pflanzenstärke als Bindemittel hinzugegeben. Pellets punkten mit Aroma Beim Smoken, das nach wie vor im Trend ist, setzen sich analog zu der Nachfrage nach entsprechenden Holzkohlegrillgeräten vermehrt Pellets durch. Grillpellets verbrennen deutlich rauchärmer als Holzkohle und nahezu rückstandslos. Sie werden Hergestellt aus sortenrein gepressten Sägespänen, die zu kleinen Sticks verarbeitet sind. Zusätzlich sind sie in der Regel frei von Schadstoff en und Abfällen und daher unbedenklich als Brennstoff für Speisen geeignet. Einen besonderen Reiz hat für viele Holzkohlegrillfreunde die Bandbreite der Aromen. Im Handel sind so etwa Grillpellets aus Obsthölzern wie Kirsche, Apfel oder Pfirsich sowie aus Hölzern wie Hickory, Eiche oder Mesquite, die noch intensivere Räucheraromen hervorbringen.

Ökologische Zündhilfen

Was im Bereich der Brennstoffe gilt, trifft auch auf die Anzünder zu. Laut dem Brennstoffspezialisten Carl Warrlich geht der Trend bei Holzkohlegrills ebenfalls eindeutig zu ökologischen Produkten. Als Neuheit bringt das Unternehmen in dieser Saison z. B. einen Anzünder, der aus Naturfasern hergestellt ist, deren Nutzung bereits abgeschlossen ist.

Das Trend-Guide Grillen
Mehr zum Thema Grillen finden im Trend-Guide-Grillen von markt in GRÜN

29.03.2018