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Home Security: Sortiment mit hohem Erklärungsbedarf

Rund um das sensible Thema Haussicherheit legen die Hersteller eine hohe Taktrate an Neuheiten vor. Das macht die Sortimente der Home Security zu einem fordernden, aber auch spannenden Sortimentsbereich mit hohem Erklärungsbedarf.

Durch eine App steuert man die verschiedenen Funktionen wie Alarmüberwachung, Beleuchtung und Heizung.
Durch eine App steuert man die verschiedenen Funktionen wie Alarmüberwachung, Beleuchtung und Heizung.
Foto: Fotolia

Wenn es um die Sicherheit in den eigenen vier Wänden geht, stehen herkömmlich die Haus- und Wohnungseingänge bei den Bewohnern im Vordergrund. Nachrangig wird noch die Einbruchsicherheit von Fenstern in Betracht gezogen. Tatsächlich muss das Thema noch weiter gefasst werden. Ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis forciert die Nachfrage nach Überwachungs- und Kontrollsystemen, die Haus und Grundstück im Blick behalten. Weitere Gefahrenquellen innerhalb des Hauses lassen sich heute ebenfalls mithilfe intelligenter Haustechnik überwachen.

So können auch Rauchmelder, die in den meisten Bundesländern mittlerweile verpflichtend sind, in eine zentral gesteuerte Smart-Home-Lösung eingebunden werden. Gleiches gilt für Feuchtemelder, die einen möglichen Wasserschaden frühzeitig erkennen können

Sicher Wohnen im Alter

Unaufällig im Griff verborgen ist die Alarmfunktion bei Schellenbergs Funk-Sicherheits-Alarmgriff.
Unaufällig im Griff verborgen ist die Alarmfunktion bei Schellenbergs Funk-Sicherheits-Alarmgriff.
Foto: Schellenberg

Sicheres Wohnen beinhaltet darüber hinaus, sich zu Hause mit genügend Komfort bei minimiertem Unfallrisiko bewegen und entfalten zu können. Dies ist für alte Menschen und solche mit Handicap bei Weitem keine Selbstverständlichkeit. Smart-Home-Steuerungen können für ein barrierefreies Wohnen große Erleichterungen bringen, wenn sie den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechend besonders nutzerfreundlich ausgerichtet sind. Gerade in diesem Segment besteht eine hohe latente Nachfrage und entsprechendes Marktpotenzial.

Schließlich gibt es noch ein Sicherheitsbedürfnis, das für Anwender eine immer größere Bedeutung hat und sich aus den digitalen Anwendungen selbst ergibt: das Bedürfnis nach Datensicherheit. Im Gegensatz zu einem mechanischen Schlüssel benötigen digitale Codes eine andere Art des Zugriffsschutzes, ähnlich den sensiblen Daten, die von Mobilgeräten aus gesendet werden.

Schützenhilfe für die Beratung

Noch fehlen in der Homesecurity gewisse verbindliche Normen, doch namhafte Hersteller gehen von sich aus in die Offensive. Sie bieten den Nutzern beispielsweise eine Datenhaltung innerhalb ihrer eigenen vier Wände, wie es die Kooperation Smart Friends tut. Und auch dort, wo Steuerungsdaten via Internetprotokoll unterwegs sind, wenn die Heizung oder der Rasenroboter remote gestartet wird, ist eine sichere Verschlüsselung immer wichtiger. Auch auf Fragen dieser Kategorie sollten sich die Mitarbeiter im Fachbereich verstärkt einstellen.

Smart Home weckt sowohl Interesse als auch Unsicherheiten beim Kunden. Hier kommen auf Verkäuferinnen und Verkäufer viele Fragen zu: Kann ich mir die Installation wirklich zutrauen? Ist das System später erweiterbar? Wer hilft mir bei Funktionsstörungen weiter? Um diese Fragen souverän beantworten zu können, benötigen sie ein kontinuierliches Wissens-Update.

Dazu bieten viele Lieferpartner inzwischen ihre Unterstützung an, so auch Smartwares. Geschäftsführer Alexander Sapp: „Das Thema Smart Home muss dem Verkauf Spaß machen. Deshalb haben wir mit unserem Dienstleister lc Wissensmanagement in einem Workshop alle wichtigen Fragen zusammengestellt, die Kunden zum Thema Smart Home haben. Dazu haben wir dann Standardantworten definiert und zusätzliche Kundennutzen herausgearbeitet.“ Die so entwickelten Inhalte werden für die Mitarbeiter des Handels mit Bild- und Videomaterial ergänzt. Mitarbeiter in der Fläche können die über mehrere Phasen laufende, sogenannte Levelcoaching-Schulung über eine Applikation auf Tablet-PCs abrufen.

Sieht man sich allein die Vielzahl der Neuheiten im Marktsegment an, so wird klar, dass ohne eine enge Verzahnung von Handelskompetenz und Herstellerinformation Smart-Home-Lösungen kaum zu kommunizieren sind. Beispiel Fenstersteuerung: „Winkhaus smartHome“ ermöglicht die Fensterüberwachung mittels einer App. Durch den Einsatz von Funkkontakten lassen sich Fenster von unterwegs mit dem Smartphone kontrollieren. Die VdS-zertifizierten, verdeckt liegenden Funkkontakte werden an Fensterrahmen und Flügel angebracht und melden, ob das Fenster geschlossen ist. Selbstständig ermitteln sie darüber hinaus in periodischen Abständen, ob sich der Öffnungs- bzw. der Verschlusszustand verändert hat.

Mechanik wird intelligent

In Kombination ist es möglich, Alarmüberwachung, Beleuchtungs- und Heizungsregelung zu integrieren. Beispielsweise kann so eingestellt werden, dass sich der Heizkörper automatisch abstellt, wenn das Fenster offen ist, oder dass bei einer Öffnung des Fensters in Abwesenheit der Bewohner Lichteffekte angeschaltet werden. Der Mechatronik kommt bei der Haussicherheit eine hohe Bedeutung zu. Abus hat seine langjährige Kompetenz in Schließtechnik in der mechatronischen Funkalarmanlage Secvest umgesetzt. Ihr Plus: Durch mechatronische Zusatzschlösser an Fenstern und Eingangstüren wird zum einen jeder Einbruchsversuch an die Alarmzentrale gemeldet. Gleichzeitig stemmt sich dem Täter ein mechanischer Widerstand von über eine Tonne entgegen. Sicherheit zum Nachrüsten bietet beispielsweise Schellenberg mit seinem Funksicherheitsalarmgriff. Das stabile Element aus Zinkdruckguss fungiert als optisch unauffällige Alarmanlage: Sobald das Fenster bzw. die Balkon- oder Terrassentür per Alarmgriff geschlossen wird, ist die Funktion scharfgestellt und reagiert mit lautem Alarm und optischen Signal auf Erschütterungen.

01.01.2019