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Hornbach: Onlineumsatz wächst um 80 Prozent

In den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 verzeichnet Hornbach konzernweit ein Umsatzplus von 9 Prozent im Vorjahresvergleich. Geradezu explodiert ist das Onlinegeschäft. Der weitere Ausblick fällt Corona-bedingt zurückhaltend aus.

Hornbach Schild Corona Virus Pandemie
Trotz Corona: hohe Nachfrage bei Hornbach.
Foto: Hornbach

Die Umstände sind nach wie vor schwierig, doch die Zahlen sprechen für sich: Trotz Corona-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen ist Hornbach ein ausgezeichneter Start in das Geschäftsjahr 2020/21 gelungen. „Es war und ist deutlich zu spüren, dass es in der Corona-Krise einen riesigen Bedarf an Sortimenten aus den Baumärkten gibt“, stellte Erich Harsch gestern auf der Bilanzpressekonferenz des Bornheimer Baumarktkonzerns fest.

Pools, Grillgeräte, Outdoormöbel – alles, was Haus und Garten verschönere, sei stark nachgefragt gewesen in den vergangenen Wochen, sagte der neue Vorstandschef der Hornbach Baumarkt AG. Man habe „Glück im Unglück“ gehabt: 96 von 160 Filialen in Europa waren während der Shutdown-Maßnahmen für private Endkunden durchgehend geöffnet, für gewerbliche Kunden sogar 142 Märkte. Seit 6. Mai 2020 sind alle Geschäfte wieder geöffnet.

Corona-bedingte Umsatzeinbußen überkompensiert

„Insgesamt konnten die hohen Umsätze der geöffneten Märkte und der Onlineshops die Corona-bedingten Umsatzeinbußen im weiteren Verlauf des Frühjahrsquartals mehr und mehr überkompensieren“, sagte Harsch. Im Ergebnis sind in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 die Umsätze konzernweit um 9 Prozent angestiegen, der Onlineumsatz (inklusive Click & Collect) sogar um rund 80 Prozent. Vergangene Woche hatte das börsennotierte Unternehmen bereits mitgeteilt, im ersten Quartal 2020/21 mit deutlich höherem Umsatz und Ertrag zu rechnen.

Dennoch blickt Hornbach wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie zurückhaltend auf das laufende Geschäftsjahr. „Insgesamt sind wir in unserem Ausblick noch sehr vorsichtig. Was aber auch passieren wird: Dank unserer Strategie und Finanzkraft und vor allem der engagierten Mitarbeiter sind wir gut aufgestellt, diese Krise erfolgreich zu bewältigen“, so Harsch. Der Konzern erwartet einen Jahresumsatz auf Vorjahresniveau und bereinigten operativen Gewinn leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Hornbach von guter Nachfrage und dem milden Winter profitiert. Während die Erlöse um 8,4 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro stiegen, kletterte das bereinigte Ebit um rund 68 Prozent auf 227 Millionen Euro. Unter dem Strich stand vor Anteilen Dritter ein Konzernjahresüberschuss von 123,3 Millionen Euro, fast zwei Drittel mehr als ein Jahr zuvor.

„Der Kurs stimmt!“

Konzernchef Albrecht Hornbach zeigte sich bei der Bilanzvorlage mit dem vergangenen Geschäftsjahr zufrieden. Dank höherer Umsätze und besserer Kostenrelationen in Deutschland sei ein umfassender „Ergebnis-Turnaround“ gelungen. Im Heimatmarkt Deutschland habe das Umsatzwachstum der Bau- und Gartenmärkte mit einem Plus von 6,5 Prozent den stärksten Zuwachs seit 26 Jahren erlebt. Außerhalb Deutschlands sei mit einem Umsatzplus von rund 9 Prozent auf vergleichbarer Basis der höchste Anstieg seit 19 Jahren erzielt worden.

„Wir fanden großen Zuspruch bei unseren Kunden, gut ablesbar am Wachstum von Umsatz und Rohertrag, wir hatten die Kosten im Griff und sind damit unterm Strich sehr profitabel gewachsen. Kurzum: Der Kurs stimmt!“, resümierte Hornbach.

28.05.2020

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