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Hornbach zeigt Kontrastprogramm in Q3

Die Hornbach-Gruppe hat die Zahlen des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres bekannt gegeben. Der Baumarktreiber verzeichnet im Herbst 2018 mit plus 7,7 Prozent das stärkste Umsatzwachstum seit viereinhalb Jahren. Jedoch beeinträchtigen höhere Kosten die Gewinnentwicklung.

Hornbach Zahlen Q3 2018
Hornbach-Zahlen vom dritten Quartal und von den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2018/19
Foto: Hornbach

Wie bereits in der Adhoc-Mitteilung vom 10. Dezember 2018 bekanntgegeben, musste die Hornbach-Gruppe die Ertragsprognose für das Gesamtjahr als Folge der unbefriedigenden Gewinnentwicklung im dritten Quartal anpassen. Wie das Unternehmen heute mitteilt, habe sich das Umsatzwachstum im Verlauf des Geschäftsjahres 2018/19 von Quartal zu Quartal beschleunigt. Der Umsatz des größten operativen Teilkonzerns Hornbach Baumarkt AG, der europaweit aktuell 158 Bau- und Gartenmärkte (DIY-Einzelhandel) betreibt, stieg im dritten Quartal 2018/19 um 7,5 Prozent auf 1,0064 Milliarden Euro sowie im Dreivierteljahr um 4,7 Prozent auf 3,256 Milliarden Euro. Die Dynamik im Jahresverlauf ist an der flächen- sowie währungskursbereinigten Umsatzentwicklung abzulesen. Nach plus 2,3 Prozent im ersten Quartal und einem Anstieg von 3,4 Prozent im Sommerquartal verzeichnete das dritte Quartal 2018/19 einen Zuwachs von 6,2 Prozent. „Im Herbst sind wir regelrecht durchgestartet. In Deutschland haben sich unsere Bau- und Gartenmärkte in allen Monaten besser entwickelt als die Branche und flächenbereinigt 4,4 Prozent zugelegt“, sagte Albrecht Hornbach, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Management AG.

Ausland stark

Den kräftigsten Wachstumsbeitrag lieferten erneut die Hornbach-Märkte in den acht europäischen Ländern außerhalb Deutschlands. Hier wuchsen die flächen- sowie währungskursbereinigten DIYUmsätze im dritten Quartal 2018/19 um 8,2 Prozent. Der Auslandsanteil am Umsatz des Teilkonzerns lag nach drei Quartalen bei 48,2 Prozent (Vj. 46,7 Prozent). „Die Nachfrage steigt. Unser Einzelhandelsgeschäft funktioniert – allen Unkenrufen zum Trotz. Wir sehen die Digitalisierung als Riesenchance. Unseren Kunden können wir durch die Verzahnung von E-Commerce und stationärem Geschäft mehr Wert bieten als die reine Onlinekonkurrenz, gerade wenn es um beratungsintensive Renovierungsprojekte geht“, strich Albrecht Hornbach heraus.

Kosten zu hoch

Nicht zufrieden zeigte sich Hornbach mit der Ertragsentwicklung im dritten Quartal. Das um nichtoperative Ergebniseffekte bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) der Hornbach-Gruppe gab im Q3 um 31,5 Prozent auf 19,7 Millionen Euro und im Dreivierteljahr 2018/19 um 11,1 Prozent auf 180,6 Millionen Euro nach. “Leider ist es uns nicht gelungen, die Umsatzbeschleunigung in Ertragswachstum umzumünzen. Dafür waren die Kostensteigerungen, die auch mit der zunehmenden Digitalisierung zusammenhängen, im Vergleich zum Rohertragswachstum zu hoch“, so Albrecht Hornbach. „Aber das sind Dinge aus unserem Entscheidungsbereich, die wir selbst ändern können.“ Das gelte auch für die weitere Entwicklung der Handelsspanne, die im dritten Quartal 2018/19 wegen gestiegener Einkaufspreise, Abschriften und Logistikkosten rückläufig war. Ziel ist es Hornbach zufolge, die Ertragskraft des Konzerns nach dem jüngsten Durchhänger nachhaltig zu stärken.

Im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG nahm das bereinigte EBIT im Neunmonatszeitraum 2018/19 um 12,6 Prozent auf 134,3 Millionen Euro ab. Der insbesondere auf professionelle Kunden des Baugewerbes ausgerichtete Teilkonzern Hornbach Baustoff Union GmbH verzeichnete im Dreivierteljahr ein Umsatzwachstum von 5,5 Prozent auf 217,7 Millionen Euro und ein bereinigtes EBIT von 6,6 Mio. Euro (Vj. 8,8 Millionen Euro).

Es wird nunmehr damit gerechnet, dass das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) sowohl in der Hornbach-Gruppe als auch auf Ebene des Baumarkt-Teilkonzerns den Vorjahreswert um mehr als 10 Prozent unterschreitet. Im Gegensatz dazu ließ der Vorstand die Umsatzprognose 2018/19 mit einem prognostizierten Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich unverändert.

20.12.2018