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Investorengelder für ManoMano

Der digitale Marktplatz für DIY, Haus und Garten hat Kapital in Höhe von 125 Millionen Euro eingesammelt. Der deutsche Markt steht im Fokus der aktuellen Expansionsstrategie des französischen Online-Baumarktes.

Philippe de Chanville und Christian Raisson
Philippe de Chanville und Christian Raisson, Gründer von ManoMano
Foto: ManoMano

Die neue Finanzierungsrunde wird von Temasek, einem Fonds aus Singapur, angeführt. General Atlantic, Eurazeo, Piton Capital, Bpifrance (über seinen Large Venture Fund) und Kismet Holdings nehmen ebenfalls an dieser Series-E-Finanzierungsrunde teil. Zusammen stellen die Investoren dem 2013 gegründeten Startup 125 Millionen Euro bereit. Begleitet wurde ManoMano bei dieser Finanzierungsrunde von Morgan Stanley.

Bereits vergangenen April konnte ManoMano 110 Millionen Euro Kapital von Investoren einsammeln und damit sein Handelsvolumen um mehr als 50 Prozent auf einen Betrag von 620 Millionen Euro im Jahr 2019 steigern. Insgesamt hat das Unternehmen damit 311 Millionen Euro in sechs Jahren eingenommen.

Service und Expansion im Fokus

Mit dem frischen Kapital will ManoMano sein Service-Angebot ausbauen und das Wachstum in Deutschland vorantreiben. Das selbsterklärte Ziel: führender Online-Baumarkt in Europa zu werden. Der Markt sei hart umkämpft, daher sei man stolz, dass gerade die deutsche Plattform so schnell wachse, sagten Philippe de Chanville und Christian Raisson, die beiden Gründer und Geschäftsführer von ManoMano. Vergangenes Jahr erzielte die deutsche Plattform ein Handelsvolumen von Jahr 43 Millionen Euro, ein Plus von 121 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Um das Wachstum zu unterstützen, plant das Unternehmen auch in diesem Jahr wieder mehr als 200 Mitarbeiter einzustellen. Bereits 2019 hat ManoMano sein Team um 200 auf 420 Mitarbeiter vergrößert.

Mit über 3,5 Millionen Kunden und über vier Millionen Produkten von über 2.500 Händlern ist ManoMano sechs Jahre nach seiner Gründung bereits der größte digitale Marktplatz, der sich auf den Bereich Heimwerken, Gartenbau und Inneneinrichtung spezialisiert hat. Bei der Wahl des richtigen Produkts helfen Anleitungen und die „Manodvisors”, eine Community von Experten, die Fragen der Kunden per Chat und Telefon beantworten. Über den Logistikdienst „Mano Fulfillment“ exportiert das Unternehmen auch die Ware deutscher Firmen ins europäische Ausland. Mit einem Handelsvolumen von 67 Millionen Euro sind die deutschen Händler mit Abstand die größten Exporteure auf den internationalen Plattformen. Auch für Deutschland ist ein eigenes Logistikzentrum geplant.

28.01.2020