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Junge Heimwerker brauchen andere Ansprache

Das IFH Köln und das Innovation Store Netzwerk haben die Zielgruppe der 18-25-Jährigen in der DIY-Branche analysiert. Das Ergebnis: Junge Menschen sind vor allem aktiv, um ihr Zuhause kreativ zu verschönern.

Baustelle DIY Jugendliche
Jugendliche – eine unterschätzte DIY-Zielgruppe?
Foto: Pixabay

Jüngere Menschen zwischen 18 und 25 Jahren sind laut der Studie als Zielgruppe im DIY-Bereich nicht zu unterschätzen. So bezeichnen sich 61 Prozent der 18-25-Jährigen als affin in Bezug auf handwerkliche Tätigkeiten, wobei eine große Bandbreite an DIY-Aktivitäten abgedeckt wird: Noch vor den klassischen und notwendigen Heimwerkertätigkeiten wie Möbel aufbauen (89 Prozent) oder Polster reinigen (64 Prozent) legen junge Männer und Frauen den Fokus im DIY-Bereich auf kreative Tätigkeiten, die das eigene Zuhause verschönern (92 Prozent).

„Oft werden erst Kunden ab Mitte 30 als interessante Zielgruppe für den DIY-Bereich betrachtet. Aber gerade die 18-25-Jährigen interpretieren DIY für sich neu – aus Nachhaltigkeits- und Selbstverwirklichungsgründen. Diese Kunden müssen gemäß ihren Bedürfnissen angesprochen werden, damit sie als vielversprechende Kundengruppe langfristig gewonnen werden“, sagt Dr. Eva Stüber, Mitglied der Geschäftsleitung am IFH Köln.

Sparen mit DIY

Heimwerken und handwerkliche Tätigkeiten gehen bei jungen Menschen mit dem Wunsch nach kreativer Selbstverwirklichung einher. 75 Prozent der befragten 18-25-Jährigen geben an, im DIY-Bereich aktiv zu sein, um ihr Zuhause zu verschönern. Für 57 Prozent ist der Wunsch mit den eigenen Händen etwas zu schaffen führend und rund die Hälfte der Befragten gibt an, beim Heimwerken Spaß zu haben und der eigenen Kreativität Raum geben zu wollen. Dennoch spielen finanzielle Aspekte beim DIY auch bei 67 Prozent der jungen Zielgruppe getreu dem Motto „Selber machen um Geld zu sparen“ eine tragende Rolle.

Mit 2 Milliarden Euro Umsatz an DIY-Artikeln (im DIY-Kernsortiment nach IFH-Abgrenzung) sei die Zielgruppe der 18-25-Jährigen nicht nur als Marketinginvestition, sondern auch bereits als Umsatzbringer zu betrachten, schlussfolgert das IFH. Um dieser Zielgruppe gerecht zu werden, gelte es für Baumärkte und DIY-Marken neue Wege der Ansätze zu finden, um die junge Zielgruppe in ihrem Wunsch nach kreativer Inspiration anzusprechen.

„Händler und Lieferanten tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, Produkte und Services so einfach und unkompliziert wie möglich zu entwickeln und anzubieten, um dem DIY-Kaufverhalten der jüngeren Zielgruppen gerecht zu werden“, sagt die Chefin des Bonner Handelsunternehmens Knauber, Dr. Ines Knauber-Daubenbüchel.

Neben Knauber haben als Partner des Innovation Store Netzwerks die Firmen Alpina, Caramba, Fischer und Schellenberg die Studie unterstützt.

04.02.2020