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Kettler schlittert erneut in die Insolvenz

Der Kettcar-Hersteller Kettler hat wenige Monate nach der Übernahme durch den Investor Lafayette offenbar erneut finanzielle Probleme. Für die Tochterfirmen Kettler Freizeit und Kettler Plastics sind Anträge auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt worden.

kettler luftbild
Luftbild der Firmenzentrale
Foto: Kettler

Der Freizeitgerätehersteller kämpft weiter ums Überleben. Schon 2018 stand der Fortbestand des traditionsreichen Unternehmens nach einem Insolvenzantrag auf der Kippe. Zeitweise schien eine Schließung wahrscheinlicher als eine Weiterführung. Der Einstieg des Finanzinvestors Lafayette im Dezember 2018 sorgte dann zunächst für Hoffnung bei den rund 500 Beschäftigten.

Der Investor wollte „die Kurve von der Traditions- zur Trendmarke“ kriegen. „Kettler bleibt ‚als Ganzes‘ erhalten und wird künftig wieder Trends setzen. Wir produzieren weiter Gartenmöbel, Sport- und Fitnessgeräte, Kinder-Office-Möbel sowie Spielgeräte und -fahrzeuge“, sagte Holding-Geschäftsführer Olaf Bierhoff nach dem Einstieg von Lafayette. Gründe für die erneute Krise wurden zunächst nicht bekannt.

01.08.2019