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Kettler steckt in extremer Schieflage

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie NRW hofft auf eine Zusage des Kettler-Kuratoriums zum runden Tisch. Ohne Einbeziehung des Kuratoriums steht Kettler vor dem Aus.

kettler luftbild
Die Kettler Hauptverwaltung in Ense-Parsit – Sauerland
Foto: Kettler

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) NRW sieht die Entwicklung bei Kettler mit größter Sorge. Das teilt Pressereferentin Mareike Sassenscheidt auf Anfrage von RM Handelsmedien mit und erläutert weiter: "Um jetzt überhaupt noch eine Investorenlösung und damit den Erhalt des Unternehmens mit seinen 720 Arbeitsplätzen ermöglichen zu können, ist eine sofortige Entscheidung der Kettler-Stiftung über die Höhe des von ihr zu leistenden Beitrags zwingend erforderlich."

Das MWIDE sei bereit, ein Gespräch mit allen Beteiligten zu moderieren, um diesen Weg in letzter Minute zu unterstützen. Der vom Gericht eingesetzte Sachwalter im Insolvenzplanverfahren habe bereits am 5. November alle Beteiligten zu einem „runden Tisch unter Moderation des MWIDE NRW“ eingeladen. Eine Rückmeldung der Vertreter des Kuratoriums, das in diesem Verfahren die Schlüsselrolle einnimmt, stehe aber noch aus. „Ohne Einbeziehung des Kuratoriums erscheint eine Lösung allerdings nicht realistisch. Wir hoffen, dass letztlich im Interesse des Unternehmens alle Beteiligten doch noch zu einer kooperativen Haltung finden können", heißt es seitens des MWIDE.

08.11.2018