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Kingfisher meldet Umsatzrückgang im dritten Quartal 2019

Die britische Baumarktkette Kingfisher hat Zahlen zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres verkündet. Der Umsatz der gesamten Gruppe liegt im Vorjahresvergleich deutlich im Minus. Der neue Chef sieht Handlungsbedarf.

Thierry-Garnier ©Nicolas Gouhier
Thierry Garnier: „Es gibt viel zu tun, um unsere Leistung zu verbessern.“
Foto: Nicolas Gouhier

„Ich bin stolz darauf, eine Gruppe mit starken Assets, exzellenten Marktpositionen, differenzierten Geschäftsmodellen und starken Marken zu führen“, erklärte der neue CEO von Kingfisher Thierry Garnier. Besonders stolz auf die Geschäftszahlen, die er erstmalig für sein Unternehmen nach Ablauf des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres zu verkünden hatte, war er aber nicht. „Meine erste Einschätzung ist, dass wir nicht das richtige Gleichgewicht gefunden haben, um die Vorteile der Gruppengröße zu nutzen. Wir schaffen es auch nicht, uns an den Bedürfnissen der lokalen Märkte auszurichten. Außerdem leiden wir unter organisatorischer Komplexität, und wir versuchen, zu viel auf einmal zu tun, indem wir mehrere große Initiativen parallel durchführen“, beschrieb Garnier die Probleme.

Tatsächlich hat Kingfisher im dritten Quartal, das am 31. Oktober 2019 endete, einen Gesamtumsatz von 2,955 Milliarden Britischen Pfund (GBP) erwirtschaftet, das sind nominal 3,1 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum – flächen- und währungsbereinigt liegt das Minus sogar bei 3,7 Prozent. Einzig im Heimatmarkt Großbritannien zog sich Europas zweitgrößte Baumarktkette noch halbwegs schadlos aus der Affäre. Bei einem Quartalsumsatz von 1,297 GBP steht hier ein nominales Umsatzplus von 0,4 Prozent zu Buche, flächen- und währungsbereinigt liegt der Wert bei -1,0 Prozent. Die Vertriebslinie Screwfix konnte dort mit einem Umsatzplus von 7,9 Prozent die Schwächen der Vertriebslinie B&Q (-3,5 Prozent) kaschieren. In Frankreich mussten die Vertriebslinien Castorama (-5,7%) und Brico Dépôt (-6,2) deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen. In den Ländern Polen (-1,4%), Rumänien (-2,3%), auf der iberischen Halbinsel (-7,9%) sowie in Russland (-14,7%) stellt sich die Umsatzentwicklung ähnlich problematisch dar.

„Es ist klar, dass es viel zu tun gibt, um unsere Leistung zu verbessern. Als Team ist es unsere Aufgabe, unsere operativen Probleme zu lösen, insbesondere in der IT sowie bei der Lieferkette in Frankreich“, kündigte Thierry Garnier bereits einige Aufräumarbeiten an.

21.11.2019