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Kölner Gespräche: Serviceoffensive im DIY-Handel

Am 19. September veranstalten baumarktmanager und markt in Grün die 12. Kölner Gespräche. Im Deutschen Sport- und Olympiamuseum der Domstadt dreht sich alles um Service und Dienstleistung.

Seit über 10 Jahren trifft sich Baumarktbranche in Köln für die Kölner Gespräche.
Zum 12. Mal trifft sich die Baumarktbranche in Köln
Foto: Gustavsommer/Pixabay

Auf den ersten Blick ist das Serviceangebot in Deutschlands Baumärkten gewaltig: Da wird Farbe gemischt, Holz zugeschnitten, werden Anhänger, Werkzeuge und Maschinen verliehen. Bei den meisten Anbietern sind damit auch schon die Top-Services, also die von den Kunden am meisten in Anspruch genommenen Dienstleistungen, beschrieben. Hinzu kommen Angebote wie Kundenkarte, Finanzierung und verschiedene Lieferdienste. Bei näherem Hinsehen fällt auf: All das gibt es seit vielen Jahren und bei so gut wie allen Händlern, egal ob großer Filialist oder kleiner Mittelständler. Die Kunden erwarten diese Services, sie haben sich daran gewöhnt – ein USP ergibt sich daraus nicht.

Interessanter wird es schon, schaut man ins Netz: Mit Ausnahme von Toom (die Kölner wollen bald durchstarten) verkaufen die umsatzstärksten Baumarkt-Ketten auch online, bieten Click&Collect oder liefern die Ware zum Kunden nach Hause. Hybrid-Services, wie etwa der Obi-Gartenplaner, die online wie stationär funktionieren, sind im Baumarkthandel derzeit eher noch Ausnahme als Standard.

Mit der fortschreitenden Transformation der Geschäftsmodelle in Richtung Omnichannel werden zwangsläufig neue Dienstleistungen im DIY-Handel auftauen, stationär wie online. In den Outlets können digitale Tools beispielsweise eingesetzt werden, um die Produktpräsentation zu verbessern, können Roboter den Weg zum Regal weisen und Kunden beim Einkauf unterstützen. Im E-Commerce treiben die Pure Player die Branche vor sich her: Wer Schritt halten will, muss exzellente Plattformen und Shops ans Laufen bringen, hervorragenden Lieferservice anbieten und bei all dem noch darauf achten, dass der Preis stimmt. Sonst kaufen die meisten ohnehin woanders.

Der Kunde verlangt einen guten Service. Doch wo geht der in Zukunft hin?
Der Kunde verlangt einen guten Service. Doch wo geht der in Zukunft hin?
Foto: Scharfsinn86/iStock

Wohin entwickeln sich also die Services und Dienstleistungen in Deutschlands Baumärkten heute und in Zukunft, welche neuen Angebote müssen hinzukommen? Um diese Fragen und Antworten aus der Branche geht es bei den diesjährigen Kölner Gesprächen, die am 19. September 2018 in der Domstadt stattfinden werden. Top-Referenten aus Industrie, Handel und branchennahe Experten sprechen zu Themen wie:

  • Marktgestaltung: Wie verändern (neue) Services den Ladenbau und die Nutzung der stationären Flächen?
  • Demografie: Junge Leute greifen immer seltener zu Hammer oder Pinsel. Was Baumärkte gegen den Verlust der DIY-Fähigkeiten tun können.
  • Sortiment: Welchen Einfluss hat die Serviceoffensive auf die Sortimentsgestaltung?
  • Personal: Welche Mitarbeiter werden für das Serviceangebot gebraucht, wo werden sie rekrutiert, welche Qualifikationen sollten sie mitbringen?
  • Online: Welche Services muss die Branche im Netz anbieten, welche Plattformen sind nötig?
  • Hersteller: Wenn Lieferanten selbst Services anbieten. Was gut zum Baumarkt passt und was eher nicht.
  • Marketing: Wie Service erfolgreich in der Werbung verankert wird.

Die 12. Kölner Gespräche werden von den Fachmedientiteln baumarktmanager und markt in Grün von RM Handelsmedien veranstaltet. Die Branche trifft sich am 19. September von 9.30 bis 16 Uhr im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln. Die außergewöhnliche Location liegt direkt am Rhein und bietet mit der historischen Zollhalle den perfekten Rahmen, um über die Zukunft der DIY-Branche zu sprechen.

Der Auftakt zu den 12. Kölner Gesprächen ist in diesem Jahr auf Heumarkt, wo am 11. November immer die heiße Karnevalszeit beginnt. RM Handelsmedien lädt die Teilnehmer zu Kölsch & Co. in die traditionsreiche Brauerei zur Malzmühle, die seit 160 Jahren ihren festen Platz mitten in der Kölner Altstadt hat und mit der Stadt tief verwurzelt ist.

27.04.2018