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"Der Markt braucht starke Messen"

Die Absage der für Mitte September geplanten GaLaBau lenkt den Blick vieler Branchenteilnehmer nach Köln zur spoga+gafa, die für den 6. bis 8. September angesetzt ist. Markt in Grün, das Schwester-Magazin von BaumarktManager, hat bei Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa, nachgefragt.

Stefan Lohrberg
Stefan Lohrberg zeigt sich derzeit noch zuversichtlich, was die Durchführung der spoga+gafa 2020 betrifft.
Foto: Koelnmesse

Markt in Grün: Herr Lohrberg, gerade wurde die GaLaBau in Nürnberg abgesagt. Die Veranstaltung könne vor dem Hintergrund der aktuellen Situation nicht realisiert werden, heißt es. Nur eine Woche vor dem Termin der nun geplatzten Messe soll die spoga+gafa in Köln ihre Tore öffnen. Wie realistisch ist dies jetzt noch?

Stefan Lohrberg: Der Markt braucht starke Messen wie nie zuvor. Wir haben den Kolleginnen und Kollegen gewünscht, dass die GalaBau hätte stattfinden können. Vergleichen kann man die Planungsgrundlagen der Projekte aber nicht unbedingt. Die Messen werden von unterschiedlichen Besuchergruppen frequentiert, dieses bei unterschiedlichen Gelände- und Platzvoraussetzungen. Wenngleich der Gartenlandschaftsbau prozentual deutlich auf Besucherseite in Köln wächst, so besuchen die spoga+gafa in der Hauptsache andere Zielgruppen. Weniger steht der Nutzer, als vielmehr die Marken-, Handels und Sortimentsentscheider im Besuchsfokus der spoga+gafa. Auf den Ständen herrschen somit andere, nicht vergleichbare Personendichten. Aufgrund der enormen Platzgröße und der zu erwartenden Besucheranzahl müssen die Hallen nicht neu geplant werden. Alle Aussteller stehen an den Plätzen der Vorjahre.

Markt in Grün: Das heißt tatsächlich Business as usual in Köln?

S. Lohrberg: Nein, auch die spoga+gafa wird in diesem Jahr in Teilen anders aussehen. Sie wird sich deutlich europäisiert präsentieren. Schaut man dabei in die letzten Jahre, so zeigen diese, dass die Messe ihre Besucher zu drei Vierteln aus dem kontinentalen Europa begrüßt. Der Wille dieser, das zeigen die aktuellen Ticketverkäufe und die begleitend erfolgten Grenzöffnungen, ist da. Europa wird somit auf Aussteller- und Besucherseite das Bild der Messe prägen. Natürlich werden viele Aussteller aus Übersee nicht nach Köln kommen können, ein Großteil davon aus Asien. Dabei handelt es sich größtenteils um Kleinaussteller. Wir haben uns dafür entschieden, die spoga+gafa komprimierter aufzuplanen und gehen mit zwölf Messehallen an den Start. Die Hallen 1, 4.2 und 5.1 werden wir 2020 nicht anbieten. Unseren Partnern haben wir in dieser Woche unser Hygienekonzept vorgestellt. Köln ist vorbereitet , das merkt und honoriert die Branche.“

18.06.2020