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Konjunkturentwicklung: Branche hält nicht Schritt

Konjunkturforscher stellen dem Standort Deutschland für 2018 eine gute wirtschaftliche entwicklung in Aussicht. Auch der gesamte DiY-Markt wird vermutlich wieder wachsen. Die klassischen Bau- und Heimwerkermärkte verlieren jedoch Marktanteile.

Konjunktur 2018
Gegenüber letztem Jahr steigt der DIY-Gesamtmarkt voraussichtlich um 1,7%. Distanzhandel (+5,5%), Handwerk (+1,9%) und Fachhandel (+1,9%) steigen überproportional. Baumärkte halten mit +1,1% nicht ganz Schritt
Foto: IFH Retail Consultants, Klaus Peter Teipel Research & Consulting


Das ifo Institut hat seine Konjunkturprognose für 2018 deutlich erhöht und rechnet mit neuen Rekorden bei der Beschäftigung. Für das Jahr 2017 wurde zuletzt ein Wachstum von 1,8 Prozent (statt wie zuvor 1,5 Prozent) in Aussicht gestellt, und im kommenden Jahr werden es neuen Prognosen zufolge sogar 2,0 Prozent werden, bislang erwarteten die Experten 1,7 Prozent. „Die deutsche Wirtschaft ist stark und stabil. Wir erleben gerade ein so kräftiges erstes Halbjahr, dass uns der Schwung bis ins kommende Jahr trägt“, sagte zur Begründung Prof. Dr. Timo Wollmershäuser, der Leiter der ifo Konjunkturforschung. „Wie schon in den vergangenen Jahren wird der Aufschwung von der Binnenkonjunktur und dort insbesondere von der Bauwirtschaft und dem Konsum getragen.

Das überproportionale Wachstum im Handwerk spürt auch die Kooperation Eurobaustoff, zu deren Zielgruppe der professionelle Verarbeiter gehört. „Wir werden die Hürde Sechs-Mrd.-Euro-Einkaufsvolumen in diesem Jahr glatt überspringen“, zeigt sich der neue Geschäftsführer Dr. Eckhard Kern zufrieden. Und auch die weiteren Aussichten seien ausgezeichnet. „Das Baugeld ist nach wie vor sehr preiswert, die Immobilie ist weiterhin eine gute Alternative zu anderen Finanzanlagen und der Bedarf an neuen Wohnungen ist groß“, blickt Kern optimistisch in das neue Jahr. Jedoch würden jährlich noch immer 100.000 Wohnungen weniger gebaut als benötigt werden. „Es gibt also noch viel Luft nach oben“, so Kern. Weniger zufrieden zeigen sich da die klassischen Bau- und Heimwerkermärkte: Nach der Analyse von Klaus Peter Teipel haben diese nach dem überdurchschnittlichen Zuwachs in 2015 mit der Marktentwicklung in den letzten zwei Jahren nicht Schritt halten können und zwar sowohl in Relation zum Gesamtmarkt wie auch in Relation zum erweiterten Kernmarkt. „Seit 2010 nimmt der Anteil der Bau- und Heimwerkermärkte am erweiterten Kernmarkt nahezu kontinuierlich ab, von 48,4 Prozent auf derzeit 44,5 Prozent. Mit anderen Worten – die Mitbewerber aus dem unmittelbaren Wettbewerbsumfeld nehmen den Baumärkten Umsatzanteile ab“, so Teipel. Lesen Sie den kompletten Beitrag

05.01.2018