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Konsumklima stagniert

Die Verbraucherstimmung in Deutschland zeigt sich im Februar laut GfK uneinheitlich und wenig verändert. Die Konjunkturerwartung legt etwas zu, während Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung leichte Einbußen hinnehmen müssen.

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Foto: GfK

Leichte Rückgänge bei Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung führen laut GfK aktuell dazu, dass das Konsumklima geringe Einbußen hinnehmen muss. „Das Konsumklima kann damit seinen positiven Trend des Vormonats nicht fortsetzen. Die Ausbreitung des Coronavirus hat sicherlich dazu beigetragen, dass Verunsicherung unter den Verbrauchern aufkommt“ erklärt GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl. „Ein durch das Virus ausgelöster Produktionsrückgang beziehungsweise Produktionsstopp in Unternehmen in China kann dazu führen, dass auch die Produktion in Deutschland beeinträchtigt wird beziehungsweise sogar ganz zum Stillstand kommt. Die Folge wäre Kurzarbeit bis hin zu möglichen Personalanpassungen. Und dies wäre für die Konsumstimmung wenig förderlich.“

Konjunkturerwartung mit zweitem Anstieg in Folge

Die Konjunkturerwartung scheint sich langsam wieder zu erholen. Im Februar legt der Indikator zum zweiten Mal in Folge zu. Er lässt damit sein Tief vom Herbst letzten Jahres mehr und mehr hinter sich. Das Plus in diesem Monat beträgt 4,9 Zähler. Mit aktuell 1,2 Punkten liegt er wieder knapp über seinem langjährigen Durchschnittswert von etwa 0 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt das Minus nur noch 0,2 Zähler.

Konsumneigung behauptet sehr gutes Niveau

Trotz geringer Einbußen behauptet die Anschaffungsneigung im Februar 2020 ihr überaus gutes Niveau. Zwar verliert der Indikator 1,9 Zähler, aber mit 53,6 Punkten ist die Konsumlaune nach wie vor sehr ausgeprägt. Dies belegt auch die Tatsache, dass im Vergleich zum Vorjahr sogar ein kleines Plus von 1,7 Punkten zu verzeichnen ist.

20.02.2020