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Konsumklima legt leicht zu

Die Stimmung der Verbraucher zeigt auch im September kein einheitliches Bild. Das berichtet die GfK in ihrer aktuellen Konsumklimastudie. Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung legen zu, die Einkommenserwartung muss Einbußen hinnehmen.

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Foto: GfK

Zusätzlich zu den bekannten Krisenherden wie globale Konjunkturschwäche, Handelskonflikte und Brexit-Diskussionen beeinflusse im September auch die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern, die Verbraucher, so die GfK. Demnach erholen sich die Konjunkturaussichten der Verbraucher nach zwei Rückgängen in Folge leicht. Der Indikator Konjunkturerwartung gewinnt drei Punkte hinzu und weist damit -9,0 Zähler auf. Dennoch sehen die Verbraucher die deutsche Wirtschaft weiter klar im Abschwung. Dies belegt auch die Tatsache, dass im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres ein deutliches Minus von 33,6 Punkten zu Buche steht.

Nach den geringen Verlusten im Vormonat muss die Einkommenserwartung auch im September Einbußen hinnehmen. Der Indikator verliert 3,3 Zähler und weist nun 46,8 Punkte auf. Im Vorjahresvergleich ist das Minus nun auf acht Punkte angestiegen. Dennoch weist der Indikator nach wie vor ein überaus gutes Niveau auf. Im Gegensatz zur Einkommenserwartung profitiert die Anschaffungsneigung von der jüngsten Entscheidung der EZB, die Geldpolitik noch weiter zu lockern. Der Indikator gewinnt gegenüber dem Vormonat 6,3 Zähler hinzu und klettert auf 55,1 Punkte.

Für Oktober zeigt das Konsumklima einen Wert von 9,9 Punkten und damit 0,2 Punkte mehr als im September. Damit kann das Konsumklima wieder zulegen. Vor allem der durch die EZB Entscheidung mit verursachte Anstieg der Anschaffungsneigung sowie der Einbruch bei der Sparneigung sorgen für diese positive Entwicklung. Somit bleiben laut GfK die Voraussetzungen bestehen, dass die Binnennachfrage trotz der schwächelnden Weltkonjunktur eine wesentliche Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland bleiben kann. Ob dies nachhaltig sei, würden die kommenden Monate zeigen, so das Marktforschungsunternehmen. Wenn der Arbeitsmarkt nicht stabil bleibe und ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit drohe, würde das auch der Konsumkonjunktur einen deutlichen Dämpfer verpassen.

26.09.2019