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Laminat verliert weiter an Bedeutung

Der Markt für Bodenbeläge und Parkett wuchs in Deutschland im Jahr 2018 moderat. Zuwächse gab es laut "Branchenradar" in allen Warengruppen, mit Ausnahme von Laminat, wo sich die Abwärtsbewegung weiter beschleunigte.

Branchenradar Bodenbeläge Deutschland
Alle Bodenbelagsarten, bis auf das Laminat, können in den letzten vier Jahren hinzugewinnen.
Foto: Branchenradar

Erhoben hat diese aktuellen Daten die in Österreich ansässige Agentur "Branchenradar"-Marktanalyse in einer Studie. Demnach entwickelte sich der Markt für Bodenbeläge und Parkett im Jahr 2018 positiv, angeschoben von einem robust wachsenden Wohnbau. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Herstellererlöse um ein Prozent auf nunmehr 2.708 Millionen Euro.

Wachstumsbeiträge lieferten alle Warengruppen, mit Ausnahme von Laminat. Mit einem Erlösminus von 4,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf nunmehr 461 Millionen Euro beschleunigte sich die Abwärtsbewegung ein weiteres Mal. Alleine in den letzten drei Jahren hat der Laminat-Markt damit gut ein Viertel seines Volumens verloren. Der überwiegende Teil davon wurde von Designbelägen und Vinylparkett ersetzt. Und die Substitution fand auch 2018 kein Ende. Im Vergleich zu 2017 erhöhten sich die Herstellererlöse um 4,9 Prozent auf rund 665 Millionen Euro, womit die Warengruppe auch die Position als erlösseitig stärkstes Produktsegment ausbaute. Der Marktanteil von Designbelägen und Vinylparkett stieg auf nahezu 25 Prozent.

Eine weitgehend stabile Entwicklung erhob der Branchenradar bei den übrigen elastischen Bodenbelägen. Im Jahresabstand wurde ein Erlösplus von 0,5 Prozent erzielt. Erfreulich entwickelte sich zudem der Parkettmarkt. Mit Erlösen von rund 492 Millionen Euro lag man um 2,3 Prozent über Vorjahr. Wachstumsbeiträge kamen aus allen Produktgruppen, mit Ausnahme von Dreischichtparkett. Hier gab der Umsatz um knapp ein halbes Prozent nach. Last but not least erzielten im vergangenen Jahr auch textile Bodenbeläge mit 527 Millionen Euro ein moderates Umsatzplus von 0,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Ausschlaggebend dafür war im Wesentlichen eine deutliche Ausweitung der Nachfrage im Objektbereich.

21.05.2019