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Liqui Moly auf Wachstumskurs

Der Öl- und Additivspezialist Liqui Moly konnte das Geschäftsjahr 2019 mit einem Umsatzplus abschließen - trotz Lieferschwierigkeiten aufgrund einer neuen Software. Zudem wurden die personellen Kapazitäten erweitert.

Liqui Moly
Liqui Moly-Geschäftsführer Günter Hiermaier, Marketingleiter Peter Baumann, Geschäftsführer Ernst Prost (von links) sowie Alexandra Holzwarth (Assistentin der Geschäftsführung).
Foto: Liqui Moly GmbH

Der Umsatz des Ulmer Unternehmens belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf 569 Millionen Euro - ein Plus von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das zeigt, dass wir auch unter widrigen Bedingungen erfolgreich sein können“, sagte Geschäftsführer Ernst Prost und spielte damit auf die IT-Probleme an, mit denen Liqui Moly vor rund einem Jahr zu kämpfen hatte. Durch die Einführung einer Software zur Steuerung von Einkauf, Produktion und Verkauf kam es zu Lieferschwierigkeiten. „Unsere Kunden waren entsetzt, und das zu Recht“, so Prost. „So etwas kannten sie von uns einfach nicht.“ Der Software-Wechsel hatte deutliche Umsatzeinbrüche zur Folge. Daraufhin habe man die Ärmel hochgekrempelt und angepackt. Und das mit Erfolg: 2019 war ein neues Rekordjahr. Im Vergleich zu 2009 konnte der Hersteller den Umsatz verdoppeln.

Der holprige Jahresstart hinterließ jedoch merkliche Spuren beim Ertrag. Fehlende Umsätze sowie Zusatzkosten zur Behebung der Software-Probleme drückten ihn unter den Wert von 2018, aber die Umsatzrendite sei nach wie vor zweistellig, erklärte das Unternehmen.

Die Zahl der Mitunternehmer, wie die Mitarbeiter bei Liqui Moly genannt werden, stieg 2019 von 849 auf 933. „Krisen werden nicht bewältigt, indem man Menschen entlässt, sondern indem man Menschen einstellt, die das Problem dann lösen", erklärte Ernst Prost die Personalentscheidungen.

17.01.2020