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Lünemann saniert sich in Eigenverwaltung

Der Göttinger Anbieter von Baustoffen und Werkzeugen Lünemann hat in der vergangenen Woche einen Antrag auf "Sanierung in Eigenverwaltung" beim Amtsgericht gestellt. Es heißt, der Geschäftsbetrieb könne zunächst normal weiterlaufen.

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Geschäftsführer Klaus Günther erklärte gegenüber Lokalmedien, die Januar-Gehälter seien bereits gezahlt worden und für die Monate bis April seien die Gehälter der über 80 Mitarbeiter über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung gesichert. Der Umsatz des Unternehmens lag zuletzt bei etwa 16 Millionen Euro. „Wir erwarten wenig Auswirkungen des Antrags auf das laufende Geschäft, unsere Lager sind gut gefüllt, unsere Lieferanten unterstützen den Sanierungskurs und haben die Weiterbelieferung zugesichert,“ so Günther.

Wie die Plattform "HNA" berichtet, hat das Unternehmen nun die Möglichkeit, sich in Eigenregie zu sanieren. Einschnitte bei den Beschäftigten soll es laut Sanierungsplan nicht geben. Die Gesellschaft werde weiterhin durch die Geschäftsführer Klaus Günther und Torsten Sure vertreten. Unterstützt werden sie von der auf Sondersituationen spezialisierten Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff. Justus von Buchwaldt und Dr. Rouven Quick agieren dabei als Generalbevollmächtigte.

Lünemann ist eigenen Angaben zufolge ein mittelständisches Großhandelsunternehmen, welches zwei Standorte in Göttingen und in Kassel betreibt.

15.02.2019