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ManoMano peilt 1-Milliarde-Euro-Umsatz an

Der DIY-Onlinemarktplatz ManoMano hat Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr bekannt gegeben. Demnach stieg der Umsatz gegenüber 2017 um 43 Prozent auf 424 Millionen Euro. Nächstes Jahr soll die 1-Milliarde-Schwelle überschritten werden.

Manomano Christian Raisson u. Philippe de Chanville
Christian Raisson und Philippe de Chanville: „Deutschland könnte in zwei Jahren rund 200 Millionen Umsatz für ManoMano darstellen."
Foto: ManoMano

Als ManoMano vor zwei Jahren in den deutschen Markt einstieg, geschah das mit einer Kampfansage. „Wir sind die einzige Möglichkeit für Händler, abseits von Amazon ein intelligentes Online-Angebot aufzubauen”, so damals Christian Raisson, Gründer und einer der beiden Geschäftsführer von ManoMano. Seitdem ist viel geschehen. Allein im Jahr 2018 hat die europäische E-Commerce-Plattform nun ein Handelsvolumen von 424 Mio. Euro realisiert, ein Zuwachs von 43 Prozent gegenüber 2017. Neben dem Heimatmarkt Frankreich gibt es ManoMano bereits in Spanien, Italien, UK und Deutschland.

„Für ManoMano ist Deutschland der vielversprechendste Markt und zugleich der anspruchsvollste", so Philippe de Chanville, der andere Gründer und Geschäftsführer von ManoMano. So hat Frankreich zwar noch den führenden Anteil am Handelsvolumen des Unternehmens, aber mit bereits 25 Prozent am Umsatz können die anderen Präsenzen bereits aufholen. Ganz vorn beim Zuwachs - Deutschland. Der Ausbau von B2B-Leistungen und vor allem die Erweiterung des Produktkatalogs sind zwei der Gründe für die Erfolgsstrategie. „Deutschland könnte in zwei Jahren rund 200 Millionen Umsatz für ManoMano darstellen", so die beiden Gründer.

Derzeit nutzen rund 1.800 Händler ManoMano als Plattform für ihre Produkte aus dem Baumarkt- und DIY-Segment. Mehr als 20 Millionen Besucher pro Monat schauten sich 2018 diese Produkte auf den internationalen Seiten von ManoMano an, ließen sich dort online beraten oder nutzten die hilfreichen Do-it-yourself-Anleitungen. Tendenz steigend. Allein im vergangenen Jahr konnte das europäische Startup rund 2,5 Millionen Kunden verzeichnen.

Die erfolgreiche Marktstrategie ManoManos wurde bereits 2017 mit einer Wachstumsfinanzierung in Höhe von 60 Millionen Euro angeführt durch die Wachstumskapitalgesellschaft General Atlantic belohnt. Auch für die laufenden Jahre sind die Pläne ManoManos ambitioniert. In 2020 soll das digitale Geschäftsmodell die Schwelle von einer Milliarde Euro Unternehmenswert nehmen. Damit wäre ManoMano das erste europäische Unicorn in dem Segment des DIY-Marktes.

29.01.2019