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Markt für Farben und Lacke in Österreich wächst in 2020 besonders im DIY-Bereich

Der Markt für Farben und Lacke ist in 2020 in Österreich substanziell gewachsen, insbesondere im DIY-Bereich, wie aktuelle Daten einer Marktstudie zu Farben und Lacken von Branchenradar.com Marktanalyse zeigen.

Farben und Lacke
Der Markt für Farben und Lacke in Österreich ist im vergangenen Jahr gewachsen.
Foto: Carola68, Pixabay

So erhöhten sich die Herstellererlöse um 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 209,9 Millionen Euro. Bei Bautenlacken betrug das Erlösplus 15,2 Prozent, bei Holzschutzmitteln und Lasuren 16,8 Prozent und bei Wandfarben 9,4 Prozent gegenüber Vorjahr. Mancherorts hätte man noch mehr verkaufen können, wenn nicht die Produktionskapazitäten bereits voll ausgelastet gewesen wären, so die Analysten.

Angeschoben worden sei der Markt zweifellos nicht zuletzt durch Ausgangs- und Reisebeschränkungen sowie die verstärkte Nutzung von Kurzarbeit und Homeoffice, beschäftigten sich doch dadurch wieder mehr Haushalte als in den Jahren davor mit dem Zustand ihrer Wohnung oder ihres Eigenheims, betonen die Marktforscher.

Dass die Renovierungen vor allem im DIY erfolgten, zeige ein Blick auf die Performance der Vertriebskanäle. Während der Umsatz der Hersteller im Vergleich zu 2019 mit Baumärkten um mehr als 16 Prozent wuchs und im Farbenfachhandel um elf Prozent, gab es im Direktgeschäft mit Handwerksbetrieben nur ein Erlösplus von sieben Prozent. Und dieses Plus sei im Großen und Ganzen vor allem preisgetrieben gewesen. Denn abgesehen von einer steigenden Nachfrage zogen auch die Preise der Hersteller in allen Warengruppen deutlich an. Im Jahresvergleich erhöhte sich der Durchschnittspreis bei Wandfarben um rund drei Prozent, bei Holzschutzmitteln und Lasuren um knapp fünf Prozent und bei Bautenlacken sogar um nahezu elf Prozent; nicht zuletzt, weil einige lieferfähige Anbieter Lieferengpässe bei den Mitbewerbern für Preiserhöhungen im eigenen Sortiment nutzten, so das Fazit der Analysten zu dieser Entwicklung.

Im jetzigen und kommenden Jahr sei jedoch mit einer Konsolidierung des Marktes unter dem Niveau des Vorjahres zu rechnen, da davon auszugehen sei, dass die verstärkte Renovierungstätigkeit im letzten Jahr in den Folgejahren zu einem tendenziell sinkenden Bedarf führe. Bis 2022 rechnet Branchenradar.com Marktanalyse daher am Gesamtmarkt mit einem Umsatzminus von rund drei Prozent.

22.03.2021

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