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Messe Frankfurt rechnet mit steigenden Umsätzen

Aufgrund der zahlreichen Absagen von Events in Zusammenhang mit der Corona-Krise musste auch die Messe Frankfurt in diesem Jahr deutliche Verluste hinnehmen. Der Blick in die Zukunft ist allerdings positiv. In der Mainstadt geht man davon aus, in wenigen Jahren auf das Vor-Corona-Niveau zu kommen.

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Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt
Foto: Messe Frankfurt

„Wir wollen 2023 wieder das Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2019 erreichen“, gab Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, gestern bei einer Pressekonferenz bekannt. Der temporäre so genannte Lockdown im Messegeschäft sei für die Messe Frankfurt kein unternehmerischer Stillstand. Man stelle sich auf Veränderungen ein und richte seine Produkte danach aus.

Trotz massiver Mittelabflüsse im Ausnahmejahr 2020 verfüge man über eine ausreichende Liquidität, um die aktuelle Situation zu meistern. „Wir sind in der Lage, durch Finanzierungsmaßnahmen unsere Liquiditätsreserven zu erhöhen“, erklärte Marzin. Eine risikoreduzierte strategische Unternehmensführung in der vergangenen Dekade sowie nachhaltiges Wachstum seien wesentliche Stärken in der Krise.

Digitale Alternativen

„Für unsere Kunden sind Online-Plattformen wie das Order- und Datenmanagement-Portal Nextrade mit einer digitalen 24/7- Geschäftsbeziehung sowie Conzoom Solutions schon heute eine wichtige Ergänzung, um ihr stationäres Geschäft anzukurbeln“, betonte Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, im Rahmen der Pressekonferenz. Für die aufgrund der Corona-Krise verschobenen Veranstaltungen bietet die Messe Frankfurt ihren Kunden in diesem Jahr weltweit eine Reihe von digitalen Ergänzungsformaten an.

„Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie relevant eine gute IT-Struktur ist. Das betrifft die Kommunikationskanäle des Unternehmens genauso wie zeitgemäße Angebote von digitalen Plattformen für unsere Kunden“, ergänzte Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt. Die Messe Frankfurt werde ihr Geschäftsmodell rund um virtuelle beziehungsweise hybride Module forcieren und die Relevanz und Reichweite ihrer Veranstaltungen weiter erhöhen.

Doch auch ihre Kernkompetenzen baut die Messe Frankfurt an ihrem Heimatstandort und weltweit aus. Aktuell sind für dieses und das kommende Geschäftsjahr 18 neue Veranstaltungen geplant.

24.06.2020