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Messe Frankfurt ruft

B-to-B-Marktplatz ins Leben

Die Digitalisierung verändert und verschiebt die Ordertätigkeit in der Konsumgüterbranche in Richtung digitale Alternativen. Darauf reagiert die Messe Frankfurt und baut mit dem Partner „nmedia“ den digitalen B-to-B Marktplatz „nextrade“ auf.

Messe Frankfurt Torhaus
Frankfurter Skyline mit dem Torhaus der Messe
Foto: Messe Frankfurt

Digitale Geschäftsmodelle führen zu massiven Konsolidierungen im Handel. Zwischen 2000 und 2017 mussten allein in Deutschland 100.000 Einzelhandelsgeschäfte schließen. „Hier sehen wir Handlungsbedarf, aber auch konkrete Stellhebel für den zukünftigen Erfolg. Deshalb möchten wir als Messe Frankfurt Aussteller und Handel mit einem neuen, digitalen Ordertool im Netz gezielt unterstützen. Als Vermarktungs- und Vertriebspartner von nmedia gibt die Messe Frankfurt Ausstellern und Besuchern der Konsumgütermessen zukünftig ein weiteres Werkzeug an die Hand, um im zunehmend härter werdenden Wettbewerb zu bestehen. Wie auch auf unseren Messen führen wir hier Angebot und Nachfrage perfekt zusammen“, sagt der Geschäftsführer der Messe Frankfurt, Detlef Braun.

Gemeinsam mit nmedia, eigenen Angaben zufolge Marktführer im Bereich Electronic Data Interchange (EDI) in Europa, wird die Messe Frankfurt „nextrade“ aufbauen und hat sich aus diesem Grund an nmedia beteiligt. Bereits heute übersetzt das IT-Unternehmen mit dem EDI-Clearing-Center die Sprache der IT-Systeme von Lieferant und Händler und ermöglicht so die automatisierte Order von Produkten und Sortimenten. Dadurch werden Bestellungen vollautomatisiert vom System des Händlers generiert und in das System des Lieferanten gespielt. So lassen sich Ressourcen- und Kosteneinsparungen sowie Effizienzsteigerungen für die Lieferanten und Händler realisieren.

Messe akquiriert Lieferanten und Händler

Sämtliche führende Lieferanten und Händler seien bereits Kunden von nmedia, heißt es in einer Pressemitteilung. Somit sei das Unternehmen „der ideale Partner zum Aufbau eines B-to-B Markplatzes für den gesamten Konsumgüterbereich“. Für den Aufbau von „nextrade“ wird nmedia seine im Portfolio befindlichen 1.000 Händler und 500 Lieferanten von der EDI-Plattform in den neuen Marktplatz überführen. Als Vertriebspartner wird die Messe Frankfurt neue Lieferanten und Händler, die Teil des Marktplatzes sein möchten, akquirieren.

Die Lieferanten pflegen die Daten ihrer Artikel auf dem Marktplatz in einen jeweils eigenen Webshop ein. Händler können dann über „nextrade“ in den einzelnen Webshops nach Freischaltung durch den jeweiligen Lieferanten digital, zentral und über einen Kanal bestellen, statt manuell bei jedem Lieferanten einzeln zu ordern.

11.02.2019