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Missbrauchsverfahren gegen Amazon

Das Bundeskartellamt hat ein Missbrauchsverfahren gegen Amazon eingeleitet. Ziel sei es, die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen des Online-Riesen gegenüber Händlern auf dem deutschen Marktplatz amazon.de zu überprüfen, teilte die Behörde mit.

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Amazon ist im Visier der Kartellbehörde.
Foto: Amazon

„Amazon ist selbst der größte Online-Händler und das Unternehmen betreibt den mit Abstand größten Online-Marktplatz in Deutschland. Viele Händler und Hersteller sind beim Online-Vertrieb auf die Reichweite des Amazon Marktplatzes angewiesen“, sagte Behördenchef Andreas Mundt.

Amazon mit Deutschlandsitz in München fungiere so als eine Art „gatekeeper“ gegenüber Kunden. Die Doppelrolle als größter Händler und größter Marktplatz berge das Potenzial für Behinderungen von anderen Händlern auf der Plattform. Nach vielen dem Bundeskartellamt vorliegenden Beschwerden werde nun geprüft, ob Amazon seine Marktposition zu Lasten der auf dem Marktplatz aktiven Händler ausnutze. Ziel sei es, die Geschäftsbedingungen und Verhaltensweisen von Amazon gegenüber den Händlern umfassend auf den Prüfstand zu stellen.

29.11.2018