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MTD richtet Produktion für europäische Märkte neu aus

MTD schließt zum 7. August sein Werk am ungarischen Standort Nemesvámos. Anvisiert sind weitere Kapazitäten für Batterietechnologie, batteriebetriebene Werkzeuge und Robotertechnologie in den USA und Israel. Nach der Neuordnung der Logistik im vergangenen Jahr ist dies ein weiterer Schritt zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

MTD-Firmenzentrale-in-Saarbruecken
Die Umstrukturierung von MTD ist in vollem Gange.
Foto: MTD

Im Zuge der Maßnahme kündigt MTD an, die Produktion im ungarischen Werk Nemesvámos zum 7. August 2020 einzustellen. Von der Schließung der Produktion sind ca. 465 Stellen betroffen. Ungarn bleibt jedoch wichtiger Bestandteil der Organisation der MTD Products AG in Europa, versichert die Unternehmensleitung, und soll zukünftig als Hub für administrative und logistische Aufgaben dienen. MTD wird zu diesem Zweck ca. 55 Stellen in der Region erhalten. Ebenso bleibe Europa ein für MTD "unverändert wichtiger und hochattraktiver Absatzmarkt", heißt es. Für die europäischen Handelspartner bedeute die Verlagerung der Produktion vielmehr wettbewerbsfähige Produkte. Verlässliche Order- und Lieferzeiten, sowie eine hohe Modellvielfalt und Preisstabilität bleiben im europäischen Markt weiterhin erhalten, so das Versprechen.

Verlagerung der Produktion in die USA

So wird MTD die Produktion der aus eigener Sicht zukunfstorientierten Produktsegmente batteriebetriebene Aufsitzmäher, Gartengeräte und Roboter auf Werke in den USA und Israel konzentrieren, auch, um dort Synergien zu verstärken. Die Entscheidung basiere auf der besseren Nutzung der gesamten Produktionsfläche von MTD, insbesondere der US-Produktionsstätten, wo Volumen-Effekte besser realisiert werden könnten. Auf dem für MTD sehr wichtigen Europäischen Absatzmarkt hofft das Unternehmen dadurch seine Produkte noch wettbewerbsfähiger positionieren zu können. Der Schritt diene somit der langfristigen, zukunftsorientierten Ausrichtung von MTD, wie es aus der Firmenzentrale in Saarbrücken heißt. So möchte das Unternehmen seine Wettbewerbsfähigkeit im Segment der Aufsitzmäher wieder festigen. Zugleich sei es Antwort auf sich stark ändernde Marktbedingungen.

Antwort auf Marktbedingungen

Um die Warenverfügbarkeit zu maximieren, hat MTD darüber hinaus kürzlich eine Neustrukturierung in seinem Lieferantennetzwerk eingeleitet. Diese wird durch neue, modern aufgestellte Logistikpartner wie DSV Logistics und Sostmeier S.A.S. umgesetzt. Mehr denn je sei man entschlossen, seine globale Spitzenposition als Hersteller der Marken Cub Cadet, Wolf-Garten und Robomow in Europa zu festigen und sich dauerhaft als verlässlicher Zulieferer und Partner in Europa zu etablieren.

14.05.2020