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Obi bremst offenbar Hornbach in Leipzig aus

Seit Jahren plant Hornbach die Neuansiedlung einer Filiale auf dem Gelände der Alten Messe in Leipzig. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Planentwurfes hat Obi offenbar eine Stellungnahme eingereicht, die einen Widerspruch beinhalten soll.

Hornbach Leipzig Visualisierung
Visualisierung der neuen Filiale in Leipzig
Foto: Hornbach

Das Genehmigungsverfahren für die zweite Hornbach-Filiale in Leipzig verzögert sich. Die Pfälzer planen eine Neuansiedlung auf dem Gelände der Alten Messe, der Baumarkt soll in eine der historischen Hallen integriert werden. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung fand zuletzt eine Auslegung des Planentwurfes statt.

Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage von BaumarktManager mitteilte, wurde „von der Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben, rege Gebrauch gemacht, auch von einem Mitbewerber der Branche“. Dem Vernehmen nach soll es sich dabei um Obi handeln. Der Marktführer verfügt in Leipzig über zwei Filialen, die jeweils nur wenige Kilometer von der Messe entfernt sind.

Gespräche mit dem Investor

Weiter heißt es von der Stadt: „Soweit in den Anfragen von einem Widerspruch die Rede ist, wird darauf hingewiesen, dass es sich um eine Stellungnahme im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung handelt. Alle eingegangenen Stellungnahmen werden derzeit in der Verwaltung geprüft, um festzustellen, ob neue Erkenntnisse in die Planung eingebracht werden müssen, in deren Ergebnis möglicherweise eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt wird. Diese Prüfung erfordert eine Auseinandersetzung mit allen vorgebrachten Anregungen, weshalb bis zum heutigen Zeitpunkt noch kein abschließendes Ergebnis vorliegt. Dadurch verursacht kommt es zu zeitlichen Verzögerungen in der Fortführung des Planverfahrens. Gespräche mit dem Investor finden derzeit zur Klärung der einzelnen Themen statt.“

Wie lange sich das Verfahren möglicherweise verzögert, war zunächst nicht in Erfahrung zu bringen. Hornbach geht aktuell von rund einem halben Jahr Verzögerung aus. Das Unternehmen verfügt über einen Kaufvertrag für das Grundstück, der aber erst wirksam wird, sobald Baurecht besteht. Die Einflussnahme von Obi auf das Genehmigungsverfahren sorgt in Bornheim für Kopfschütteln. „Wir gehen davon aus, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Wir würden es begrüßen, wenn sich Obi der stellt“, sagte Pressesprecher Florian Preuß der Regionalausgabe der „Bild“-Zeitung, die ebenfalls über die Angelegenheit berichtet. So harten Widerstand innerhalb der Branche habe er „noch nie erlebt“, wird Preuß zitiert.

Obi äußerte sich auf Anfrage zu BaumarktManager zunächst nicht zu den Vorgängen in Leipzig.  

12.11.2019