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Onlinehandel: Marktanteil von 50% in Sicht

Wie die Plattform Exciting Commerce und die GfK ermittelt haben, ist eine Sättigung des Online-Handels fürs erste nicht absehbar. Vor allem die Generation „iBrains“ wird den Markt befeuern.

GfK Non Food Panel
„iBrains" – das ist die Gruppe der heute 7- bis 19-jährigen.
Foto: GfK Non Food Panel

Die GfK-Generationen-Studie hat gezeigt: Wird der Onlinehandel aktuell immer noch von den Babyboomern und der Generation X der Über-35-Jährigen bestimmt, so sind die Umsatzanteile bei den Jüngeren schon bald erheblich höher. Die sogenannten Millennials (20-35 Jahre) geben heute schon über 30% ihres Shopping-Budgets online aus. Noch extremer ist die Generation "iBrains“, also die zwischen 1997 und 2011 Geborenen.

Die Effekte auf den stationären Handel könne man heute schon gut im Weihnachtsgeschäft beobachten, oder bei Kunden, die grundsätzlich viel bestellen/kaufen, so die Plattform Exciting Commerce. Angesichts des zu erwartenden Online-Booms, mit Marktanteilen von 50% und mehr, könne sich der Online-Handel also jetzt prinzipiell auf zwei Szenarien einstellen: Bis die jungen Shopper, die nicht mehr stationär geprägt wurden, in der Masse kaufkräftig genug sind, dass sie den E-Commerce-Markt als Ganzes treiben, können noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Sehr viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass die älteren Shopper – schon aus Bequemlichkeitsgründen – schneller mitziehen, als es momentan den Anschein hat, und zwar spätestens dann, wenn die Mobile-Generation Shoppingwelten schafft, die sehr viel mehr ihren Bedürfnissen entsprechen („Die Ungeduld der mobilen Generation“), und die dann natürlich für die Älteren genauso bequem und attraktiv sein werden.

15.11.2016