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Parador startet Onlinevertrieb

Nachdem der letzte Versuch am Widerstand des Handels gescheitert war, launcht Parador nun erneut einen Onlineshop. Der neue „Online Brand Store“ soll laut Unternehmen stationären Handel und E-Commerce verbinden – und Handelspartner beteiligen.

Parador Onlineshop
Parador verstärkt die Onlineaktivitäten.
Foto: Parador

„Handel und Hersteller brauchen eine gemeinsame Strategie, um künftig erfolgreich zu sein. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Zusammenarbeit und damit in einer integrierten Online-Offline-Strategie“, sagt Parador-Chef Lubert Winnecken. „Hieran haben wir gearbeitet und stellen nach unserem 2018 gestarteten Service ,HOB!‘ jetzt unsere weiterentwickelte Lösung vor: den ,Online Brand Store‘“.

Mit der Plattform, die am 3. Juni 2020 auf der Homepage des Unternehmens online gehen soll, habe man eine neue E-Commerce-Plattform geschaffen, die ein direktes Einkaufserlebnis für den Endkunden multioptional mit dem direkten Geschäftserfolg des Handels verbinde. Parador unterstütze den Handel dabei, „dass sich der Konsument online wie offline für die Marke Parador entscheidet“. Verbraucher können künftig das komplette Sortiment des Bodenbelagherstellers im „Online Brand Store“ direkt kaufen. Parador setzt dabei auf „eine klare Markenstrategie und bietet alle Produkte zum UVP an“.

Anteilige Erfolgsbeteiligung

Die Plattform sei „Teil einer auf die Zukunft ausgerichteten, verlässlichen Partnerschaftsstrategie und auf die Verknüpfung unserer gemeinsamen Geschäftsinteressen fokussiert“, sagt Stefan Kükenhöhner, Geschäftsführer Vertrieb und Produktmanagement. „Wir glauben an die Profession und Relevanz des Handels und an den hohen Wert einer engen Bindung zum Verbraucher“. Darum sei eine E-Commerce-Plattform geschaffen geworden, „die die Wünsche und Anforderungen des Handels und der Endkunden erfolgreich miteinander verbindet und die regionalen Handelspartner aktiv einbindet“.

Die online erzielten Erträge werden laut Parador anteilig in Form einer Erfolgsbeteiligung mit dem Handel geteilt. Sobald ein Verbraucher einen Artikel erwirbt, bekomme derjenige Parador-Händler, der zum Kunden geographisch am nächsten liegt, eine Beteiligung an dessen Nettoumsatz. Die Zuordnung erfolge über eine Geo-Lokalisierung, „sodass die Verteilung logisch, nachvollziehbar und vollkommen transparent geschieht“. Die Erfolgsbeteiligung werde quartalsweise gutgeschrieben.

Erster Versuch 2014 krachend gescheitert

Neben dem Onlinekauf haben Kunden die Möglichkeit, ihr Wunschprodukt online zu reservieren und die Ware im Anschluss bei einem der über 1.500 Handelspartner in Deutschland vor Ort zu kaufen und abzuholen. „Kundendaten sind die ,neue Währung‘. Beratung und Service vor Ort sind nach wie vor für viele Kunden entscheidende Faktoren bei der Kaufentscheidung. Unsere Handelspartner erhalten kostenlos von uns sowohl diese wertvollen Informationen und generierten Kundenkontakte als auch den jeweiligen Verkaufsabschluss an sich“, sagt Kükenhöhner.

Parador hatte bereits im Oktober 2014 den Direktvertrieb über seine Website gestartet. Das Experiment dauerte seinerzeit allerdings nur wenige Wochen und wurde Anfang Dezember nach Protesten aus dem Handel wieder beendet.

27.05.2020