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Potenzial im Sanitärbereich

Wie auch in anderen Wohnbereichen werden bei der Modernisierung des Bades Einrichtungstrends und technische Innovationen berücksichtigt. Die Sanitärbranche sieht nach wie vor Potenziale in den Bereichen Spa- und Wellnessbäder sowie bei Kleinbädern.

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Duschkabinenausstellung im Globus-Markt: Produkte unterschiedlicher Hersteller sind nach jeweiliger Einbausituation geordnet.
Foto: Foto: MAU

der Zukunft wesentlich mehr Platz zuweisen, als die bisher durchschnittlichen 7, 8 m². Und diesen braucht man auch, um Regendusche, Whirlpool und Relaxing-Liege unterzukriegen. Dann sind die Zeiten vorbei, in denen die Wanne aus Platzgründen immer unter dem Fenster steht und sich WC und Waschbecken die restlichen 2 m ² nebeneinander teilen.

Vorwandinstallationen, in die sich alle Leitungen verlegen lassen, ermöglichen eine ganz neue Anordnung im Badezimmer, für das man, wenn nötig, nun noch ein Stück vom Schlafzimmer abzwacken kann. Spezielle Bauplatten dienen als Sicht- und Spritzschutz auf der einen Seite und können gleichzeitig auf der anderen Seite einen Waschtisch tragen. Die Idee ist, die Grenze zwischen Wohn- und Badbereich verschwimmen zu lassen oder gar aufzulösen, in dem zum Beispiel Schlafzimmer und Badezimmer eins werden. Noch nie wurden Bäder in den Wohnmagazinen ästhetisch so anspruchsvoll gezeigt, wie heute. Da steht die Wanne vor dem Bücherregal, und auf – für Nassbereiche eigentlich unpraktischem – Holzboden, hochflorige Teppiche, Felle, Kamine, Lampendesign, der Badbereich ist zum reinen Wohlfühlbereich stilisiert.

Die Sanitär-Branche ruht sich nicht auf guten Umsatzzahlen aus und präsentiert sich auf einem hohen Leistungsniveau. Um den Verbraucher zu erreichen, nutzt sie intensive Marketingaktivitäten im Bereich der Publikums-PR, mit Endverbraucherbroschüren und Aufklärungsoffensiven zu Themen wie „Barrierefreie Bäder“. Ziel ist es, bisher noch ungenutzte Potenziale für mehr Umsatz aktivieren zu können.

Baumärkte haben oft das Nachsehen

Trotz einer sich weiterhin positiv entwickelten Neubaukonjunktur sind Renovierungs- und Modernisierungsanlässe der entscheidende Antrieb im Markt für Sanitär, Heizung und Klima. Hier geht es darum, aus den vorhandenen Verhältnissen das Beste zu machen. Renovierer nutzen für die Badmodernisierung häufig mehrere Vertriebsschienen. Viele informieren sich im Internet und gehen in die Ausstellungen der Bau- und Heimwerkermärkte und Möbelhäuser, um Lösungen für den eigenen Umbau zu finden. Der tatsächliche Kauf wird dann häufig doch über die Profischeine getätigt. Dieses Wechselverhalten kann darauf hindeuten, dass Verbraucher in den Ausstellungen nicht die Produkte und Lösungen finden, die sie sich vorgestellt haben, oder dass sie von der Qualität oder dem Preis/Leistungsverhältnis nicht überzeugt sind.

Den ganzen Beitrag, unter anderem mit einigen Produkten aus dem Sortiment sowie eine Marktleiterumfrage finden Sie in der Mai-Ausgabe des baumarktmanager.

23.11.2017