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Rekordjahr für Leifheit

Die Leifheit AG, einer der führenden Markenanbieter von Haushaltsprodukten in Europa, hat im Geschäftsjahr 2020 deutlich zugelegt. Der Konzernumsatz stieg um 16 Prozent auf 271,6 Mio. Euro, der Deutschland-Umsatz um 14,6 Prozent. Das Konzern-EBIT konnte mit 18,8 Mio. Euro im Vorjahresvergleich fast verdoppelt werden.

Leifheit Reinigen
Insbesondere die Haushaltssparte von Leifheit hat sich 2020 gut entwickelt.
Foto: Leifheit

Heute hat die Leifheit AG in Nassau die finalen Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Demnach konnte der Leifheit-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 271,6 Mio. EUR erwirtschaften. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 16,0 Prozent (2019: 234,0 Mio. EUR). Dabei verzeichnete das Unternehmen in allen Regionen ein zweistelliges Wachstum. Besonders erfreulich verlief die Entwicklung im Heimatmarkt Deutschland. Hier gelang nach einer zuletzt rückläufigen Umsatzentwicklung im Jahr 2020 der Turnaround. So erzielte der Leifheit-Konzern in Deutschland auf Jahressicht einen Umsatz in Höhe von 107,2 Mio. EUR, was einer Steigerung von 14,6 Prozent entspricht (2019: 93,5 Mio. EUR). Daneben erzielte der Leifheit-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) von 18,8 Mio. EUR und konnte damit das Konzern-EBIT im Vorjahresvergleich fast verdoppeln (2019: 9,9 Mio. EUR).

Sparziele weiter im Blick

Henner Rinsche, Vorstandsvorsitzender der Leifheit AG, bewertet das Geschäftsjahr 2020 entsprechend positiv: "Wir haben im Jahr 2020 eine klare Trendwende bei Umsatz, Marge und EBIT erreicht. Dabei ist es uns gelungen, auf Basis unseres europäischen Produktions- und Logistik-Footprint unsere Kunden trotz der pandemiebedingten Herausforderungen in der Supply Chain verlässlich zu beliefern." Weiter arbeiten will man 2021 an einer Verbesserung des Cashflows. So habe man 2020 neben den verstärkten Investitionen in Verbraucherwerbung auch zusätzliche Rationalisierungsmaßnahmen umgesetzt und damit weitere wichtige Weichenstellungen zur Steigerung der Verbrauchernachfrage sowie zur Verbesserung der Margen- und Kostensituation im Jahr 2021 auf den Weg gebracht.

Haushaltssparte beflügelt Wachstum

Im Segment Household mit der Marke Leifheit konnte der Konzern den Umsatz um 17,0 Prozent auf 213,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern (2019: 182,0 Mio. EUR). Damit trug dieser Bereich mit 78,5 Prozent zum Konzernumsatz bei (2019: 77,8 Prozent). Besonders die Kategorien Reinigen und Wäschepflege trieben das Wachstum, was zum einen in der erfolgreichen TV-Werbekampagne des Jahres 2020 begründet ist und zum anderen das erhöhte Hygienebedürfnis der Verbraucher widerspiegelt. Auch in der Kategorie Küche profitierte der Leifheit-Konzern vom pandemiebedingt veränderten Verbraucherverhalten. Dadurch, dass Menschen aktuell vermehrt zu Hause kochen, erhöhen sich auch deren Ausgaben für Küchenprodukte.

Im bedeutend kleineren Segment Wellbeing mit der Marke Soehnle stiegen die Umsatzerlöse von 19,8 Mio. EUR in 2019 um 33,7 Prozent auf 26,5 Mio. EUR. Dies entspricht einem Anteil am Konzernumsatz von 9,8 Prozent. Wesentlich zu dieser positiven Umsatzentwicklung beigetragen haben zum einen das starke Wachstum bei Soehnle Küchenwaagen sowie die während der Pandemie verstärkt nachgefragten Soehnle Luftreiniger, welche die Luft von Allergenen befreien sowie Viren und Bakterien bekämpfen.

Im Private-Label-Segment blieb der Umsatz mit den französischen Tochterunternehmen Birambeau und Herby im Jahr 2020 mit 32,0 Mio. EUR stabil (2019: 32,2 Mio. EUR). Zwar war der für dieses Segment wichtige Kernmarkt Frankreich stark von den Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie betroffen. Gleichzeitig konnte dieser Negativeffekt durch Neukundengewinnung abgeschwächt werden.

Solide Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur des Leifheit-Konzerns blieb auch 2020 solide. Zum 31. Dezember 2020 erreichte das Unternehmen eine Liquidität von 38,8 Mio. EUR (2019: 50,3 Mio. EUR). Das Eigenkapital stieg leicht und belief sich zum Stichtag auf 100,4 Mio. EUR (2019: 96,2 Mio. EUR). Aufgrund der gleichzeitig gestiegenen Bilanzsumme lag die Eigenkapitalquote mit 43,7 Prozent leicht unter dem Wert des Vorjahres (2019: 44,8 Prozent). Wie in den Vorjahren, hatte Leifheit zum Ende des Geschäftsjahres 2020 keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Optimistischer Ausblick

Im laufenden Geschäftsjahr wird der Leifheit-Konzern die Umsetzung der Wachstumsstrategie weiter vorantreiben. Im Fokus stehen dabei TV-Werbung, Aktivitäten um die Marke Soehnle, jedoch auch aktuell deutlich gestiegenen Stahl- und Kunststoffpreise, die angespannte Situation im Seefrachtbereich sowie pandemiebedingte Kostensteigerungen im Leifheit-Werk im tschechischen Blatná. Die Lieferfähigkeit sei sichergestellt. So habe man bereits Ende 2020 die Bestände hochgefahren und sieht sich für die umfangreichen Werbekampagnen in diesem Jahr gut gerüstet. Vor dem Hintergrund der nach derzeitigem Stand für 2021 erwarteten weltweiten wirtschaftlichen Erholung und der schrittweisen Aufhebung der umfangreichen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie in den nächsten Wochen, rechnet der Vorstand der Leifheit AG für das Geschäftsjahr 2021 mit einem Wachstum des Konzernumsatzes um mindestens 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Der Leifheit-Konzern wird sich weiter darauf konzentrieren, dass Kerngeschäft mit den Marken Leifheit und Soehnle mittels verstärkter Verbraucherwerbung weiter auszubauen. Gleichzeitig rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 mit einem EBIT zwischen 20 und 24 Mio. EUR.

24.03.2021