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Rewe: Baumarkt-Geschäft wächst 2020 um fast 20 Prozent

Die Baumarkt-Sparte der Rewe-Gruppe mit den Vertriebslinien Toom und B1 Discount hat im vergangenen Jahr überdurchschnittlich vom DIY-Boom profitiert: Die Umsatzerlöse wuchsen im Vorjahresvergleich um 19,9 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. 2021 läuft es weniger gut.

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Aus Sicht von Toom lief 2020 glänzend.
Foto: Toom

Mit der Entwicklung des Baumarkt-Geschäfts im vergangenen Jahr ist die Rewe-Gruppe sehr zufrieden. Verluste durch temporär geschlossene Märkte konnten schnell wieder ausgeglichen werden, sagt der auch für das Baumarkt-Ressort zuständige Finanzchef Dr. Christian Mielsch. Mit einem Umsatzplus von fast 20 Prozent liege Toom „deutlich über der Branche“.

Mit dem Start ins Jahr 2021 ist Mielsch weniger glücklich. Das Baumarkt-Geschäft leide erheblich unter dem Flickteppich an unterschiedlichen Öffnungsregelungen in den Bundesländern. Diesbezüglich sei derzeit viel „lokale Arbeit“ notwendig. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, aber auch zu 2019, das als Absprungbasis dient, verzeichne die Baumarkt-Sparte momentan eine rückläufige Umsatzentwicklung.

Sein Filialnetz im Baumarktbereich deutlich vergrößern will Rewe aktuell nicht. „Das ist nicht geplant, ich will aber auch nichts ausschließen“, sagte Mielsch auf Nachfrage von BaumarktManager zu einer möglichen Konsolidierung innerhalb der Baumarktbranche.

Mehr als 75 Miliarden Euro Außenumsatz

Mit Blick auf die gesamte Unternehmensgruppe sagte Rewe-Chef Lionel Souque: „Das Jahr 2020 war selbstverständlich auch für uns überschattet von den Folgen der Corona-Pandemie. Wir konnten unsere selbstgesteckten wirtschaftlichen Ziele letztlich erreichen, weil die positive Entwicklung in unserem Handelsgeschäft die schweren Belastungen unserer Touristik-Sparte ausgeglichen hat.“ Sein Dank gelte den Mitarbeitern und selbstständigen Kaufleuten „für ihre hervorragenden Leistungen und ihr großartiges Engagement unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Krise. Der Zusammenhalt in unserer Genossenschaft ist weiter gewachsen. Darauf bin ich besonders stolz.“

Der Außenumsatz der Rewe-Gruppe stieg 2020 wechselkursbereinigt um 20,4 Prozent auf 75,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 62,7 Milliarden Euro). Hierbei berücksichtigt ist die Integration der Lekkerland-Gruppe. Der Umsatz des Rewe-Konzerns (ohne selbständigen Einzelhandel und At-Equity-Gesellschaften) wuchs wechselkursbereinigt um 23,9 Prozent von 55,3 Milliarden auf 68,2 Milliarden Euro. Die Rewe-Kaufleute (Lebensmittelhandel) erwirtschafteten nach Unternehmensangaben ein Umsatzplus von 20,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Aufstockung der Investitionen

Das Ebita stieg von 910 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 1,22 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis EAT sank von 507 Millionen auf 415 Millionen Euro. Dieser Rückgang sei auf eine deutlich gestiegene Steuerlast zurückzuführen, die unter anderem durch nicht verrechenbare Verluste der DER Touristik Group bedingt sei. Das Ebitda des REWE-Konzerns stieg gegenüber dem Vorjahr von 4,1 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro.

Laut Souque wird die Gruppe die Investitionen nochmals erhöhen, um Märkte zu modernisieren, die Logistikinfrastruktur auszubauen und die Digitalisierung kontinuierlich weiterzuentwickeln. „Nach rund 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2020 werden wir im laufenden Geschäftsjahr unsere Investitionen auf 2,3 Milliarden Euro aufstocken. Mit Investitionen in dieser Höhe planen wir auch in den Folgejahren 2022 und 2023“, so der Konzernchef.

19.04.2021

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