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Shopping-Center werden durch Mietermix interessant

Das EHI Retail Institute hat eine Studie zur Nutzung der Flächen in deutschen Shopping-Centern erstellt. In den letzten Jahren haben sich viele Shopping-Center zu mischgenutzten Quartieren entwickelt, deshalb finden auch handelsfremde Branchen hier häufig ihren Platz.

EHI Grafik Shopping Center Management 2019
Der Anteil Hobby & Freizeit, wozu im weiteren Sinne die Baumärkte gehören, wird nach Meinung der Hälfte der Befragten (54 Prozent) steigen.
Foto: EHI

Zu den handelsfremden Branchen gehören allen voran Büroflächen und Arztpraxen. Durch einen Mietermix gewinnt ein Shopping-Center an Attraktivität. Klassische Mieter in Shopping-Centern aus den Bereichen Textil und Elektronik werden voraussichtlich zukünftig weniger Mietfläche belegen. Stattdessen werden die Mietflächen von Branchen wie Gastronomie oder Entertainment wachsen, weil sie den Erlebnischarakter der Center vorantreiben. Hinsichtlich einer zukunftsfähigen Gestaltung der Shopping-Center sind die Center auf Kooperationen mit Kommunen, Mietern und Investoren angewiesen, so einige Ergebnisse der aktuellen Studie „Center-Management im Fokus“ von EHI und German Council of Shopping Centers, bei der der Blick des Center-Managements auf das eigene Center und die Branche untersucht wurde.

Zu den Daten

Der Handel teilt sich die Mietflächen in Shopping-Centern häufig mit anderen Branchen. So ist fast jedes zweite (46 Prozent) Shopping-Center auch Bürostandort. Mit 41 Prozent ist auch die Gesundheitsbranche oft vertreten. Auch Freizeitangebote wie Kinos sind in den Centern, die sich immer mehr zu Treffpunkten mit Erlebnischarakter entwickeln, beliebt. So ist die Freizeit und Entertainment-Branche in gut einem Drittel (35 Prozent) der Center vertreten. Mischnutzungen mit Wohnungen (16 Prozent) und Hotels (6 Prozent) sind dagegen seltener.

Gastronomie weiter im Kommen

Der Anteil der Gastronomie an der Mietfläche der Center wird nach Meinung von 81 Prozent der Befragten in den nächsten 5 Jahren wachsen. Auch der Anteil an Dienstleistern und der der Entertainmentbranche wird mehr werden, prognostizieren 71 Prozent. Der Mietflächenanteil der Branche Hobby & Freizeit wird nach Meinung der Hälfte der Befragten (54 Prozent) steigen. Auf der anderen Seite werden die klassischen Ankermieter der Center aus den Bereichen Schuhe & Accessoires, Bekleidung sowie Unterhaltungselektronik & Telekommunikation in Zukunft hingegen deutlich weniger Mietfläche einnehmen. Die Bekleidungsbranche wird nach Meinung von 73 Prozent weniger Fläche einnehmen. Im Bereich Unterhaltungselektronik & Telekommunikation rechnen knapp zwei Drittel mit weniger Mietfläche in den Centern. Bei Schuhen & Accessoires rechnet jeder zweite mit einem Rückgang. Mit einem Wachstum rechnet bei allen drei genannten Branchen hingegen kaum jemand.

Die Studie „Center-Management im Fokus“ steht als kostenloser Download zur Verfügung.

19.06.2019