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Smarte Steckdosen

Jeder Haushalt nutzt viele Elektrogeräte. Weil Steckdosen oft schlecht erreichbar sind, ist das Aus- und Einstecken oft mühsam. Wlan- oder Netzwerksteckdosen lassen sich hingegen ohne Krabbeln bequem an- und abschalten, sind einfach zu installieren und sorgen für guten Umsatz.

Funk-Steckdosen von Schellenberg gibt es für drinnen und draußen.
Funk-Steckdosen von Schellenberg gibt es für drinnen und draußen.
Foto: Schellenberg

Wlan-fähige Steckdosen werden auch Smart Plugs genannt. Viele von ihnen können aber weitaus mehr, als nur die analogen Geräte ein- und ausschalten. Sie sind in der Lage, Hilfestellung beim Energiemanagement zu leisten, indem den Stromverbrauch auslesen und protokollieren. Darüber hinaus ist mit einem Smart Plug in der Regel auch seine sehr komfortable und flexible Zeitschaltung programmierbar. Die Programmierung erfolgt über die zugehörige Software mithilfe eines PC, Tablet oder Smartphone. Mögliche ist auch die Nutzung von Diensten wie IFTTT*, womit sich praktische Wenn-dies-dann-das-Verknüpfungen programmieren lassen. Erstellt werden dabei alltagtauglichen Szenarien, wie zum Beispiel „Lampe nach Sonnenuntergang einschalten“.

Mit Wlan Steckdosen Kabelsalat vermeiden

Handelsübliche Leuchten lassen sich per OSRAM Lightify Plug bequem via App aus der Ferne steuern.
Handelsübliche Leuchten lassen sich per OSRAM Lightify Plug bequem via App aus der Ferne steuern.
Foto: LEDVANCE

Bei Netzwerksteckdosen oder Steckdosenleisten ist aufzupassen, denn sie sind nur mit einem oder wenigen Smart-Home-Konzepten kompatibel. Das ist schon allein deshalb so, weil die smarten Steckdosen unterschiedliche Übertragungstechniken nutzen. Bei Wlan-Steckdosen schaut es schon anders aus. Viele Haushalte verfügen über diese Technologie und können sich leichter mit den Smarten-Helfern verbinden und brauchen auch kein großes Know-How. Lampen von Osram und G-Home Modell können bereits über Wlan oder Wifi gesteuert werden. G-Homa hat neben einer Indoor-Variante auch eine wassergeschützte für draußen. Beide können auf Wunsch auch manuell bedient werden. Ebenfalls auf Wlan setzt die Firma Hugo Brennenstuhl mit ihren Brematic Home Automation Funksteckdosen. Im Startet-Kit des Brematic Home Automation sind neben dem Gateway zwei Funktionsschaltempfänger enthalten. Funktionssteckdosen für drinnen und draußen haben auch Schellenberg und Thomson zu bieten. Das Haussteuerungssystem Home Pilote von Rademacher wird gesteuert durch den Bosch Smart Home Zwischenstecker, die Abus Funksteckdose Smartvest FUHA35000A sowie der DuoFern Zwischenstecker. Gesteuert werden können einige Wlan-Steckdosen durch Sprachassistenten, wie Alexa von Amazon, Google Home oder dem Apple HomeKit. Die Wlan-Steckdosen werden mit den Sprachassistenten gekoppelt und durch Sprachkommandos können sie anschließend ein- und ausgeschaltet werden.

Auch Bluetooth kann zum Steuern von Steckdosen genutzt werden. Hier sollten Sie Ihre Kunden darauf hinweisen, einen Blick auf die jeweiligen voraussetzten Versionen zu werfen. Denn wenn das Smartphone diese nicht unterstützt, klappt es mit der Fernsteuerung leider nicht. Per Bluetooth steuerbar sind unter anderem die Funksteckdosen von Xavax Smart Home, Renkforce BS-21, Revogi Smart meter sowie die PROGtime Blue und EUROtronic.

Stromleitungen nutzen mit Powerline

Es muss nicht immer ein Funkstandart sein. Um Daten zu übertragen, kann auch die Stromleitung verwendet werden. Diese ohnehin schon vorhandene Verkabelung machen sich per Powerline die schaltbare Steckdose devolo dLAN 1200+, die FRITZ!Powerline Steckdose von AVM und die digitalSTROM-Zwischenstecker SWZWS200-F zunutze. Normalerweise ist der Smart Plug über eine bestimmte Smartphone-App oder PC-Software steuerbar, mit der sich dann in der Regel auch die anderen eingebundenen Netzwerkkomponenten überwachen und regulieren lassen. Es macht also durchaus Sinn, sich von Anfang an für eines der zahlreichen Lösungskonzepte zu entscheiden.

Übertragungsart Pro für den Endkunden Contra für den Endkunden
Nur über eine Zentrale
(Gateway/Router)
Fernzugriff sowie Erweiterung des Systems möglich Höhere Kosten weil ein Starterpaket mit Zentrale gekauft werden muss
Proprietäre Lösung ohne Zentrale nutzbar Geringe Kosten, weil kein Zusatzgerät gekauft werden muss Kein Fernzugriff sowie evtl. auch keine Erweiterung möglich


Smarte Steckdosen sind nicht die einzigen Geräte die einen Haushalt inteligenter machen können. Was es noch so alles gibt finden Sie in unserem Smart Home Retail oder auf baumarktmanager-select.de

* IFTTT ist ein Dienstanbieter für individuelle Verknüpfungen von Webanwendungen.

11.06.2018