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Smarte Elektronik spart bares Geld

Unnötig laufende Heizungen gehören der Vergangenheit an. Digitale Heiz­thermostate können heute zentral programmiert und gesteuert werden. Das ermöglicht gradgenaue Wärme nach Bedarf – und schont die Haushaltskasse.

Dank intelligenter Steuerungen können Mieter wie Hausbesitzer ihre Heizkosten deutlich senken.
Dank intelligenter Steuerungen können Mieter wie Hausbesitzer ihre Heizkosten deutlich senken.
Foto: Pixabay

Smarte Lösungen zur Steuerung der Energieversorgung bringen neben einem Plus an Komfort oft auch noch finanzielle Vorteile. Durch die Automatisierung der Beheizung und Warmwasserbereitung wird die Dosierung der Energiezufuhr optimiert. Das macht diese Sortimente besonders attraktiv für private Haushalte. So sind z. B. digitale Heizkörperthermostate bereits in zahlreichen Haushalten im Einsatz, um Energiekosten zu sparen. Wenn sie mit einer Heimautomatisierung kombiniert werden, erschließt sich noch mehr Einsparpotenzial. Wie diese auch von Privatanwendern eingerichtet werden kann, erläutert RWE anhand seiner Smart-Home-Lösung: Dazu werden zunächst die Thermostate an den Heizkörpern angebracht; diese sind mit Adaptern für gängige Heizkörperventile versehen.

Individuelle Heizprofile

Dann folgt das Einlernen der Funkregler an den digitalen Thermostaten über die PC-Software der Haussteuerung. Dazu startet man einen „Suchmodus“, der für fünf Minuten neue Komponenten erkennt. Wurde ein Heizkörperthermostat erstmals in Betrieb genommen, erscheint dessen Symbol am PC. Nun wird er durch Anklicken und Verschieben dem gewünschten Raum zugeordnet. Ab sofort erscheint der Temperatursollwert am PC und zusätzlich in der kostenlosen App für Smartphone oder Tablet. Er ist per Maus oder Fingerwischer anpassbar. Unter dem Raumnamen sind zwei Info-Icons mit der vom Thermostat gemessenen Temperatur und Feuchtigkeit. Für jeden Thermostaten sind individuelle Voreinstellungen definierbar – beispielsweise die per App und direkt am Heizkörper einstellbare Minimal- und Maximaltemperatur. Auch Schwellenwerte für einen automatischen Schimmelalarm und einen Frostalarm können vorgegeben werden.

Das Heizkörperthermostat reguliert die Temperatur vollautomaisch. Das Gerät kann per Smartphone oder Tablet programmiert werden und gesteuert werden.
Das Heizkörperthermostat reguliert die Temperatur vollautomaisch. Das Gerät kann per Smartphone oder Tablet programmiert werden und gesteuert werden.
Foto: Pixabay

Jetzt legt der Nutzer noch ein Zeitprofil zur Temperatursteuerung an. Jedes individuell benennbare Profil ist für alle Tage der Woche oder bestimmte Wochentage definierbar. Zunächst erscheint eine vorläufige Tagesgrafik mit Absenktemperatur und zwei Komfortzonen. Dieses Profil lässt sich per Maussteuerung anpassen.

Auch die Verknüpfung intelligenten Fenstersensoren ist einfach umzusetzen. Dazu
wird wieder der Suchmodus gestartet und der erkannte Sensor in die Darstellung des gewünschten Raum geschoben. Per Funk veranlasst der Sensor dann beim Öffnen des Fensters die vorübergehende Abstellung der Wärmezufuhr. Und: Fenstersensoren lassen sich gleichzeitig auch zur Einbrucherkennung oder Warnung für ein vergessenes Fenster nutzen. Wenn sich mehrere Heizkörper in einem Raum befinden, wird ein geänderter Sollwert automatisch an alle Thermostate übertragen. Alternativ kann auch ein Raumthermostat per Suchmodus ins SmartHome-System eingebunden werden, wenn die Messung am Heizkörper nicht sinnvoll ist.

Systemoffene Plattform

Andere Anbieter haben die Smart-Home-Installation ähn­lich nutzerfreundlich gestaltet. Für Einsteiger in die Hausautomation sind zunächst auch Einzellösungen zur Nachrüstung interessant. Mit Eqiva bietet EQ-3 Stand-Alone-Lösungen zur Heizungsregelung an, die bis zu 30% Energieeinsparung ermöglichen sollen. Das „Eqiva Bluetooth Smart“-Heizkörperthermostat beispielsweise erlaubt die Konfiguration eines Wochenprogramms mit Eingabe beliebiger Temperaturverläufe und bis zu sieben Schaltzeiten pro Tag. Die Montage erfolgt ohne Eingriff in das Heizungssystem. Auch die aktuelle Automatisierungssteuerung Homematic IP von EQ-3 nutzt Funkkommunikation. Dank intuitiver Bedienung lassen sich mit ihr neue Geräte einfach und drahtlos nachrüsten. Die offene Plattform basiert auf dem Internetstandard IPv6 und ist kompatibel mit den Geräten der Homematic Familie.

Support für den Handel

Bei den Anbietern wächst das Bewusstsein, dass solche umfangreichen Sortimente einen direkt verfügbaren und kundenorientierten Support benötigen. Daher unterstützt EQ-3 Fachhändler dabei, Leistungen und Produkte profitabel anbieten zu können, und bietet regelmäßig bundesweite Schulungen und Webinare für Verkäufer an. Zur aktiven Verkaufsunterstützung erhalten sie auf www.homematic-ip.com ausführliche Produktinformationen. Darüber hinaus bietet EQ-3 seinen Partnern individuelle Regal- und POS-Konzepte sowie umfangreiche Marketingmaterialien an.

Auch bewährte Reinigungsgeräte werden elektronisch aufgerüstet. Reinigungsspezialist Kärcher legt daher Wert darauf, dem Kunden detaillierte Informationen zu seinen Lösungen zu präsentieren, um den Fachhandel bei der Beratung zu unterstützen. „Sprechende“ Verpackungen und Präsenter, einfache Piktogramme und Grafiken vermitteln relevante Leistungsdaten und Anwendungsfelder auf den ersten Blick. Zu fast allen Produkten gibt es Anwendungsvideos an, die online oder am POS dargestellt werden können. Auch online bieten die etablierten DIY-Lieferpartner eine Fülle von Informationen an. Kärcher nutzt hierzu das Produktnetzwerk Loadbee, um alle verfügbaren Informationen zu seinen Produkten in Echtzeit in Onlineshops und am POS bereitzustellen. Flankiert wird der Support durch ein breites Schulungsangebot, offline wie auch in Form von Webinaren, um das fachliche Produktwissen der Mitarbeiter zu vertiefen. Vonseiten der Entscheidungsträger des Handels wünscht man sich dazu weiterhin die regelmäßige Bereitschaft, die Mitarbeiter zu Fortbildungen abzustellen und auch den Kontakt zum Herstelleraußendienst zu pflegen.

Längst macht die Automatisierung nicht mehr an der Haustür halt, sondern erfasst auch den Outdoorbereich hinsichtlich Außenbeleuchtung, Rasenpflege oder Gartenbewässerung.

Intelligente Gartenpflege

Per App kann der Mähroboter für die kleine Rasenfläche gesteuert werden.
Per App kann der Mähroboter für die kleine Rasenfläche gesteuert werden.
Foto: Pixabay

Rasenroboter oder Sprinkleranlagen setzen sich nach Programmierung selbsttätig in Aktion. Und wenn die Gartenhelfer ihre Arbeit unterbrechen sollen, etwa weil es stark regnet, kann dies der Nutzer selbst vom sonnigen Urlaubsort aus steuern.

01.01.2019