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Spannende Themen beim Global DIY Summit

Weitere spannende Vorträge gab es am Nachmittag des ersten Kongresstages. Erstmals wurde beim Gala-Abend keine Persönlichkeit aus der DIY-Branche mit einem Preis geehrt.

Global DIY Summit 2019
Greg Hicks: „Es sind neun Tugenden, die einen guten Personalleiter ausmachen.“
Foto: Redaktion/Mau

Am Nachmittag des ersten Kongresstags ging es um die Themen Digitalisierung und Personal. Sanjay Sauldie, Chef des Beratungsunternehmens EIMIA erklärte, dass viele Unternehmen nicht viel in Digitalisierung investieren können oder wollen. „Transruption“ sei das neue Schlüsselwort. Dabei gehe es einerseits um den Wandel in Richtung der digitalen Welt und die damit verbundene Transformation, andererseits um Disruption und den Aufbau eines völlig neuen Geschäftsmodells. „Wir können nur durch lebenslanges Lernen überleben bzw. gewinnen“, so Sauldie.

Kundenzentrierung ist für Nancy Rademaker, Sprecherin des belgischen Beratungsunternehmens Nexxworks ein Schlüsselfaktor. Die neuen Technologien veränderten Unternehmen und zugleich auch den Wettbewerb. Sie überfordern an einigen Stellen auch den Kunden. Ihre Botschaft an die Retailer lautet: „Mach es einfach für den Kunden, stiehl ihm nicht seine Zeit und versuche deinen Kunden Spaß und Freude zu bringen.“ Die höchsten Werte für die Kunden seien Zeit, Geld und Emotionen.

Der französische Autor Stéphane Mallard referierte über die digitale Disruption und wie diese durch künstliche Intelligenz beschleunigt werden kann. Algorithmen machen es seiner Meinung nach möglich, dass digitale Assistenten in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden. „Diese Assistenten werden in uns sogar kopieren und in unserem Namen Dinge erledigen. Zusammen mit menschlichen Fähigkeiten wie Empathie werden die Algorithmen unsere Bedürfnisse perfekt befriedigen können“, so Mallard. Letztlich werde uns die künstliche Intelligenz in lebensechte Simulationen führen und für die Menschen werde es künftig schwer sein zwischen Simulation und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Elena Ritchie, verantwortlich für Personal bei Google Retail Deutschland, erklärte, warum es ihrem Unternehmen gelingt, dass sich die Mitarbeiter gewissermaßen gegenseitig umarmen. Führungskräfte seien gefragt, durch Transparenz Werte und Vertrauen zu schaffen. Bei den Kollegen gelte es, Wissbegierde, gemeinsames Handeln, gegenseitige Akzeptanz, eine gesunde Fehlerkultur und sehr viel Ausprobieren zu fördern.

Am Schluss der Vortragsreihe „Personal“ führte Greg Hicks, Chef der Beratungsfirma Foster Hicks & Associates, die neun Tugenden auf, die einen guten Personalleiter ausmachen. Unter anderem sind die guten eigenen Vorsätze, Verantwortung, ein hohes Maß an Identifikation, Bereitschaft zur Umgestaltung, Anerkennung der Leistung und Wahrheit die wesentlichen Eigenschaften, die eine Führungsperson mitbringen muss. „Vorwürfe helfen niemandem weiter“, so Hicks. Die äußeren Umstände könne man meist nicht beeinflussen, aber die innere Haltung.

Am Abend fand schließlich der große Gala-Empfang statt, in diesem Jahr jedoch ohne eine Persönlichkeit aus der Branche mit dem Lifetime-Award zu ehren. „ Nur weil wieder Juni ist, ist das für uns keine Veranlassung, einen Award zu verleihen, so der Veranstalter. Für den Preis aufgedrängt hatte sich also in diesem Jahr niemand.

Einen umfangreichen Bericht zum DIY Global Summit lesen Sie in der nächsten Ausgabe des BaumarktManager.

07.06.2019