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spoga+gafa: „Es ist wichtig, an der Messe festzuhalten“

In einer virtuellen Pressekonferenz konkretisierte die Koelnmesse ihre Pläne zur spoga+gafa, die vom 6. bis 8. September 2020 stattfinden soll. Dem Messeteam zufolge deuten alle Vorzeichen auf eine erfolgreiche Veranstaltung. Einige Einschränkungen wird es aber geben.

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Nach City Gardening in 2019 thematisiert die spoga+gafa 2020 in Köln das Thema "Nachhaltige Gärten".
Foto: Koelnmesse

Eigentlich sollte es für die internationale Pressekonferenz der Koelnmesse zur diesjährigen spoga+gafa nach Warschau gehen. Aufgrund der aktuellen Reisebeschränkungen musste die Veranstaltung jedoch gecancelt werden. Zu sagen gibt es dennoch einiges. Deshalb wurde eine digitale Alternative per Online-Übertragung geboten. Zwar ohne Rahmenprogramm und Sightseeing, aber dennoch mit relevanten Informationen zur Durchführung und den inhaltlichen Schwerpunkten.

Wie die Koelnmesse schon im Vorfeld der Pressekonferenz bekanntgab , ist die Zuversicht groß, dass das Event wie geplant im September stattfinden kann. Deshalb wird in der Domstadt derzeit auf Hochtouren geplant. „Da viele andere Branchenevents abgesagt oder verschoben werden mussten, verzeichnen wir erneut einen Anstieg bei den Ausstelleranmeldungen“, sagte Oliver Frese, der neue Chief Operating Officer (COO) der Koelnmesse, zu Beginn der Pressekonferenz. „Auch deshalb ist es in unseren Augen sehr wichtig, an der Messe festzuhalten.“

Rund 2.100 Aussteller aus 60 Ländern haben sich bereits für die spoga+gafa 2020 angemeldet. Somit sind bereits 95 Prozent der Ausstellungsfläche belegt. Trotz Corona sei das Interesse internationaler Firmen hoch, führte Geschäftsbereichsleiterin Catja Caspary aus. „Deren Anteil ist 6 Prozent höher als 2019.“

Top-Trend Nachhaltigkeit

Nachdem im vergangenen Jahr der Trend City Gardening im Mittelpunkt der Messe stand, liegt der Fokus in diesem Jahr auf Sustainable Gardens, also nachhaltigen Gärten. „Das Trendthema wird sich auf der gesamten Fläche widerspiegeln", so Caspary. "Gemeinsam mit den Ausstellern widmen wir uns der Frage: Was bedeutet Nachhaltigkeit im Garten? Und deckt sich das Angebot der Hersteller mit den Bedürfnissen der Käufer?“ Doch man wolle nicht nur Fragen stellen, fügte Caspari hinzu, sondern auch Antworten in Form von Expertentalks oder Produktpräsentationen liefern. Zudem sollen thematische Führungen angeboten werden.

Auch für Stefan Lohrberg, Director spoga+gafa, spielt das nachhaltige Gärtnern eine besondere Rolle: „Kaum ein anderes Thema beschäftigt die Branche und beeinflusst die Produkt- und die Marktentwicklung derzeit so sehr wie die Nachhaltigkeit. Auf der anderen Seite ist es aber auch mit Ungewissheit verbunden: Ist es nur ein Buzzword oder bietet es eine echte Chance? Wir glauben, dass die Industrie hier gerade erst im Findungsprozess steckt. Wir wollen eine Plattform dafür bieten.“ Die Diskussion sei dabei besonders wichtig. „Wir glauben, dass man darüber reden muss, um die Möglichkeiten für die Branche auszuloten.“

Wie ein nachhaltiger Garten aussehen kann, zeigte die Pressekonferenz ebenfalls: Es wurden Bilder aus dem nachhaltigen Projektgarten der spoga+gafa im Süden Kölns übertragen, der vor einigen Wochen von der Garten-Bloggerin Beatrice Degenhart angelegt wurde und bis zur Messe gehegt und gepflegt wird. Hersteller können im Vorfeld innovative Produkte einreichen, die nachhaltiges Gärtnern ermöglichen und dann im Projektgarten präsentiert werden.

Ordern nur mit Maske

Um die mögliche Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, arbeitet die Koelnmesse derzeit ein Hygiene- und Sicherheitskonzept aus. „Die Besucher und Aussteller können sich darauf verlassen, dass wir versuchen werden, die Vorschriften bestmöglich einzuhalten“, betonte Frese. „Durch eine Limitierung und Kontrolle der Besucherzahl können wir einen Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleisten.“ Derzeit fokussiere man sich jedoch ausschließlich auf die Durchführung der Ausstellung. In welcher Form soziale Zusammenkünfte und Networking-Events im Rahmen der spoga+gafa stattfinden könnten, sei jedoch noch ungewiss. „Eine Maskenpflicht wird es aber definitiv auf dem gesamten Gelände geben.“ Eine denkwürdige Messe wird es daher in jeden Fall.

14.05.2020