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Steuerungskonzepte bieten mehr als Hell und Dunkel

Rund 5.000 Besucher aus dem Einzel-, Groß- und Fachhandel wurden vom 10. bis zum 14. März bei der neunten Ausgabe der Lichtwoche Sauerland gezählt. Die Aussteller zeigten die neusten Trends nicht an einem Ort konzentriert, sondern in der Region verteilt.

Lichtwoche Sauerland 2019
Funktionalität und gutes Design sind wichtige Kriterien bei der Wahl der Leuchtmittel.
Foto: Lichtforum NRW/Meinschäfer

Die Lichtwoche Sauerland gilt als eine der bedeutenden Messen für den Handel hierzulande, wenn es um Wohnraumleuchten und Lampen geht. 44 Aussteller präsentierten an den fünf Tagen ihre neusten Produkte und zeigten somit die Trends für das kommende Jahr auf. Die Ausstellungen fanden in verschiedenen Lokationen in den Städten Arnsberg, Sündern, Werl, Brilon und Lippstadt statt.

Ein besonderer Trend ist, dass Lampen und Leuchten durch Spracherkennung und weitere moderne Steuerungskonzepte immer innovativer werden. Kriterien der Lichtqualität gehen dabei immer weiter über das bloße hell machen hinaus und deutlich auf Aspekte des Wohlbefindens ein. „Und das ist auch richtig und wichtig, denn der Handel ist im Wandel“, wie Bernd Müller, einer der diesjährigen Unternehmenssprecher, konstatierte. Neben hoher Funktionalität und gutem Design sind Qualität, Service und Beratung die geeigneten Instrumente einer Branche, die unter hohem Preis- und Handelsdruck agiert. In den Räumen der Aussteller zeigte sich dabei auch, dass das Dekorative bei Wohnraumleuchten immer diversifizierter wird. Formen, Farben und Materialität vieler Produktlinien setzen klar auf modische Trends und bringen atmosphärische Akzente in die heimische Einrichtung.

Wie der Veranstalter erklärt, zeigte sich die immer größer werdende Internationalität der Lichtwoche nicht nur bei den Ausstellern, sondern auch bei den Kunden, die unter anderem aus Benelux, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Großbritannien, Polen und Italien kamen. Dabei punkten hier keine schwindelerregenden Teilnehmerzahlen. Denn sowohl Aussteller als auch Kunden setzen sich ganz deutlich aus den absolut marktrelevanten Akteuren zusammen. Das Konzept der Messe verlangt hingegen ein wenig Engagement und Planung von ihren Besuchern. Nicht an einem Ort konzentriert, sondern in der ganzen Stadt und Region verteilt waren die neuen Kollektionen der einzelnen Aussteller aufzufinden.

Während sich die Sauerländer Unternehmen in ihren ortsansässigen behaupten konnten, überzeugten die vielen, nicht in der Region ansässigen Unternehmen mit attraktiven Präsentationen in Hotels, Ateliers und anderen Räumlichkeiten. Dieser Ansatz im Prinzip der „Hausmesse“ entfaltet seine Vorteile in deutlich intensiveren Kundengesprächen. So schätzten die Aussteller, dass der Kundenkontakt viel persönlicher ist als auf zentrierten Messen. Die Kunden wiederum lobten die Möglichkeit zur Reflexion der Gespräche und Eindrücke, die ihnen die Fahrzeit zwischen den Ausstellern einräumt. Eine stressige Überforderung, wie sie schnell auf Messen entstehen kann, wird so unterbunden.

19.03.2019