zurück

Studie: Digitalisierungs-Druck im Großhandel

Das IFH Köln hat in einer Studie die Veränderungen der Digitalisierung im Großhandel untersucht. Ergebnis: Neue digitale Möglichkeiten und Marktdynamiken fordern Reaktionen der B2B-Branche – insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie.

Großhandel Lager Regal Logistik
Blick in ein Lager
Foto: Pixabay

Mit welchen zentralen Herausforderungen rund um die Digitalisierung der deutsche Großhandel aktuell konfrontiert ist und wie mögliche Handlungsstrategien aussehen können, hat das IFH Köln in der neuen Studie „Digitaler Klimawandel im Großhandel“ in Zusammenarbeit mit der Agentur Kernpunkt Digital und dem Softwareanbieter Spryker Systems untersucht.

Die 100 befragten Großhändler zeigen sich mehrheitlich besorgt um die Entwicklung der Branche im Spiegel der neuen digitalen Möglichkeiten. Während 59 Prozent glauben, dass digitale Plattformen den Großhandel ersetzen werden, befürchten 60 Prozent, dass Konsolidierungsprozesse Großhändler gar vom Markt verschwinden lassen.

Ausgehend von den Ergebnissen der Befragung wurden fünf Herausforderungen herausgearbeitet, die sich im Rahmen der Digitalisierung auf B2B-Geschäftsmodelle auswirken. Wie diese Aspekte greifen und wo konkrete Handlungsschritte – vom Thema Kundenerwartung über die Herausforderung Direct-to-Customer (D2C) bis hin zu neuen Vertriebskanälen und Kooperationen mit anderen Unternehmen – notwendig sind, zeigt ein individueller Online-Selbsttest für Unternehmen.

Auch wenn die Daten der Studie vor den wirtschaftlichen und sozialen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erhoben wurden, wirkt die Krise laut IFH als Katalysator der verschiedenen Drohszenarien. So ändert sich aktuell im B2C- wie B2B-Bereich das Einkaufsverhalten der Kunden dramatisch – unter anderem durch direkte Bestellungen beim Hersteller oder durch eine stärkere Nutzung von Online-Plattformen. Diese Marktdynamiken bergen allerdings auch ein großes neues Potential für langfristige Geschäftsansätze insbesondere für die Zeit nach Corona.

„Nicht in Schockstarre verfallen“

„Die Digitalisierung ist der Treiber schlechthin für den Handel – das gilt natürlich auch für den B2B-Bereich. Hier sind die Faktoren zu identifizieren, die den Großhandel bedrohen. Kennt man die Drohszenarien, kann man adäquat auf diese reagieren“, sagt Matthias Steinforth von Kernpunkt Digital.

IFH-Experte Michael Mertens ergänzt: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise beobachten wir aktuell in allen Branchen – so auch im B2B-Bereich. Es ist nun wichtiger denn je, nicht in eine Schockstarre zu verfallen, sondern die Krise auch als Chance zu sehen – wer als Unternehmen seine Digitalstrategie noch nicht hinterfragt hat, für den ist es jetzt höchste Zeit damit zu beginnen.“

19.05.2020

BaumarktManager App: Immer auf den neuesten Stand

+In eigener Sache+ Die neuesten News der Baumarktbranche in der Hand. Dann holen Sie sich die BaumarktManager App für Android oder IOS!

icon google playstore  icon Apple App store