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Suezkanal-Blockade sorgt für Preissteigerungen bei DIY- und Gartenware

Die Havarie der „Ever Given“ im Suezkanal hat die Seefracht-Problematik verschärft. Importierende Hersteller von Garten- und Baumarktartikeln sind mit höheren Kosten konfrontiert. Preisanpassungen sind daher laut Branchenverbänden unvermeidbar.

Container Schiff Seefracht
Die Probleme in der Seefracht dauern an.
Foto: Pexels/Martin Damboldt

Bereits vor der Havarie hatte die Industrie mit massiven Lieferengpässen, -verspätungen und mit explodierenden Frachtpreisen zu kämpfen. Der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband Garten (IVG) hatten bereits im Dezember auf die schwierige Lage hingewiesen. Die temporäre Suezkanal-Blockade hat die Problematik jetzt nochmals deutlich verschärft.

Zwar sei der Suezkanal wieder frei, doch die Probleme im globalen Frachtverkehr werden nach Einschätzung der Verbände voraussichtlich noch einige Zeit anhalten, unter anderem weil Schiffe verzögert abgefertigt werden und Leercontainer fehlen.

„Die Verspätungen in den Abgangshäfen und die Aufkündigung von vertraglichen Bedingungen durch Seefrachtspediteure mit den damit einhergehenden steigenden Kosten für neue Aufträge, stellt insbesondere die mittelständischen Importeure von Garten- und Baumarktartikeln vor große Probleme“, so HHG und IVG.

Je nach Anteil der Seefrachtkosten am einzelnen Artikel seien damit viele importierte Garten- und Baumarktprodukte auf Basis der bestehenden Preiskalkulation für die Lieferanten „ein tiefrotes Verlustgeschäft“. Preisanpassungen seien für die Unternehmen daher auf Dauer nicht zu vermeiden.

15.04.2021