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Tengelmann trotzt Schicksalsjahr

Der Handelskonzern Tengelmann, zu dem unter anderem Obi gehört, steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 4,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Der weitere Ausblick von Konzernchef Christian Haub fällt verhalten aus.

Tengelmann Christian W. E. Haub
Konzernchef Christian Haub rechnet mit weniger Dynamik im Konsumverhalten.
Foto: Tengelmann

Erst der Tod von Patriarch Erivan Karl Matthias Haub im März, dann das Verschwinden von Unternehmenschef Karl-Erivan Haub im April: Das Jahr 2018 war nicht unbedingt ein glückliches aus Sicht der Unternehmensgruppe Tengelmann. Rein wirtschaftlich betrachtet, war das „Schicksalsjahr“ dennoch ein erfolgreiches: Der Umsatz wuchs im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, gab der Konzern bekannt. „Ich bin insgesamt zufrieden mit der positiven Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr und den Beiträgen unserer Geschäftsfelder zu diesem Erfolg“, kommentiert der geschäftsführende Gesellschafter Christian Haub. Angaben zum Gewinn macht das Familienunternehmen traditionell nicht.

Obi positioniert sich als „Machbar Macher“

Die Konzerntochter Obi hat laut Tengelmann im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ihre Stellung als Marktführer der Do-It-Yourself-Branche in Zentraleuropa ausgebaut. Dies dokumentiere sich in einem Umsatzanstieg von 5,5 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. „668 Standorte in zwölf Ländern sprechen eine deutliche Sprache“, heißt es im Jahresbericht. Obi nutze seine starke Stellung, um sich vermehrt als „Machbar Macher“ auf der gesamten Wertschöpfungskette zu positionieren und sich so vom Wettbewerb abzugrenzen. Mithilfe der Innovationseinheit „Obi Next“ entwickle das Unternehmen innovative Angebotskonzepte. Viele seien bereits im Testmarkt Österreich erprobt worden und könnten nun in weiteren Ländern ausgerollt werden. Als Beispiele werden Garten- und Badplaner genannt.

Die Aussichten für das Jahr 2019 beurteilt Tengelmann verhalten. Haub: „Wir beobachten diese Entwicklung genau und erwarten, dass sich die in den letzten Jahren gezeigte Dynamik im Konsumverhalten abschwächen wird.“

15.08.2019