zurück

Trotz Corona-Virus: Eisenwarenmesse findet statt

In der Diskussion um das Corona-Virus stellt die Koelnmesse klar: Die Internationale Eisenwarenmesse findet wie geplant vom 1. bis 4. März statt. Es würden „alle sinnvollen präventiven Maßnahmen ergriffen“. Unterdessen sagte der Werkzeughersteller Gedore seine Teilnahme an der Messe ab.

Mehr als 47.000 Besucher kamen 2018 zur Eisenwarenmesse nach Köln. Mindestens genauso viele werden auch in diesem Jahr erwartet. Fotos: Kölnmesse
2018 kamen mehr als 47.000 Besucher zur Eisenwarenmesse nach Köln.
Foto: Koelnmesse

Die Gesundheit aller Messeteilnehmer stehe an erster Stelle, teilte die Koelnmesse mit Blick auf die Gefährdungslage durch das Corona-Virus mit. Man vertraue unverändert auf die Einschätzung der Bundesregierung und der internationalen und deutschen Gesundheitsbehörden. Diese raten einstimmig zur Vorsicht und zur Vorbeugung, sehen aber gegenwärtig weiterhin keinen Anlass, die Durchführung von Großveranstaltungen in Deutschland einzuschränken. Laut Koelnmesse werden „alle sinnvollen präventiven Maßnahmen ergriffen und die Besucher und Aussteller im Vorfeld und während der Veranstaltung entsprechend informiert und betreut“.

Zudem heißt es: Eine Situation höherer Gewalt liege in Deutschland nicht vor. Die Messe stehe als Veranstalter in der Pflicht, die Vereinbarungen mit den Ausstellern und Besuchern zu erfüllen und ihnen auch unter den gegebenen Umständen ein optimales Forum zu bieten. Dies geschehe vor dem Hintergrund der Situation in Deutschland. Die Absage des Mobile World Congress in Barcelona vor wenigen Tagen könne deshalb nicht der Maßstab sein.

Die Koelnmesse rechnet damit, dass zur Eisenwarenmesse die fortschreitende öffentliche Diskussion zu Beeinträchtigungen führen wird. Aktuell hätten nur wenige chinesische und nicht chinesische Aussteller abgesagt.

Gedore stellt nicht aus

Nicht wie geplant kommen wird wegen des Virus der Remscheider Werkzeughersteller Gedore. „Nach einer umfassenden internen Risikobewertung haben wir entschieden, weitere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und internationale Reisen sowie die Teilnahme an Großveranstaltungen bis auf weiteres auf ein absolutes Minimum zu beschränken“, so das Unternehmen. Man könne die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher bei einer Teilnahme nicht garantieren. „Es ist sehr bedauerlich, aber wir sind der festen Überzeugung, dass die verantwortungsvollste unternehmerische Entscheidung jetzt darin besteht, den größtmöglichen Schutz der Menschen zu gewährleisten.“

17.02.2020