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Verbraucherstimmung erholt sich leicht

Der Handelsverband Deutschland (HDE) meldet für die kommenden Monate eine leicht ansteigende Verbraucherstimmung. Noch im Vormonat hatte der Index des HDE-Konsumbarometers einen neuen Tiefststand verzeichnet.

Stefan Genth Hauptgeschäftsführer HDE
Stefan Genth: „Die Binnenkonjunktur braucht jetzt ermutigende Signale aus der Politik.“
Foto: HDE

Im Vormonat war das HDE-Konsumbarometer um 0,8 Punkte gefallen und hatte bei 99,30 Punkten seinen bisherigen Tiefststand. In diesem Monat hat sich nun der Wert wieder leicht erhöht und notiert bei 99,76 Punkten, immer noch 1,26 Punkte niedriger als der entsprechende Vorjahresmonat. Trotz des moderaten Anstiegs der Konsumneigung ist die Anschaffungsneigung im Februar zum dritten Male gesunken. Die Anschaffungsneigung ist seit November 2018 um mehr als vier Punkte zurückgegangen und erreicht in diesem Monat mit 99,85 Punkten den bisherigen Tiefststand.

„Die Verbraucherstimmung ist zwar aktuell wieder etwas besser als im Vormonat. Das ist aber kein Zeichen für eine Entwarnung. Die Binnenkonjunktur braucht jetzt ermutigende Signale aus der Politik“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Entscheidend sei es nun, kleine und mittlere Einkommen rasch und deutlich zu entlasten, um die Kaufkraft dauerhaft zu stärken.

Einzig die Einkommenserwartung der Befragten erreicht weiterhin ein vergleichsweise hohes Niveau. Die Gründe für die schlechtere Stimmung liegen in den sinkenden Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung und in den Unsicherheiten der internationalen Handelspolitik. Das Tauziehen um den Brexit sowie die immer wieder aufflammenden Handelskonflikte mit den USA hinterlassen hier ihre Spuren.

04.02.2019