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Erlebniswelt statt Lagerhalle

Im Wettbewerb mit reinen Onlinehändlern haben die alteingesessenen Baumarktbetreiber einen unschätzbaren Vorteil: stationäre Geschäfte. Die Verkaufsflächen müssen Erlebniswelten werden, damit die Kunden weiter gern zum Einkauf in den Baumarkt kommen.

e3 Anpack-Zone Ladenbau
Die „Anpack-Zone“ im neuen Werkzeugstore der 3e-Gruppe in Wels: Das Ausprobieren verschiedener Produkt ist ein Erlebnis für den Kunden, das reine Onlinehändler in dieser Form nicht bieten können. Realisiert wurde der Store mit Unterstützung der Ladenbauprofis von Umdasch.
Foto: e3

Unsere Märkte sind das Wichtigste“, hat Albrecht Hornbach im vergangenen Jahr im Gespräch mit BaumarktManager gesagt. Reine Onlinehändler seien nicht in der Lage, Kunden in stationären Geschäften zu bedienen. Das stimmt zweifelsfrei – jedenfalls so lange, bis reine Onlinehändler anfangen, im großen Stil stationäre Geschäfte zu eröffnen oder vom Wettbewerb zu übernehmen. So ähnlich wie die Aussage von Hornbach klingen auch andere Handelschefs aus der DIY-Branche: Der große Vorteil im Wettbewerb mit Amazon und Co. sind die Märkte beziehungsweise das dichte Filialnetz. Die Herausforderung besteht nach wie vor darin, On- und Offlinewelt optimal miteinander zu verzahnen.

Wer seine Stärke im stationären Geschäft voll ausspielen möchte, sollte selbstverständlich darauf achten, dass seine Läden gut in Schuss sind, Kunden dort keine Enttäuschungen erleben. Ist diese Voraussetzungen nicht erfüllt, macht der Markt vielleicht schon von außen keine gute Figur, fährt der Kunde möglicherweise zur Konkurrenz – oder kauft beim günstigsten Onlineanbieter. Dies bestätigt auch das Netzwerk Ladenbau (Deutscher Ladenbau Verband): „Der Kunde ist zunehmend bereit, den Baumarktbesuch gegen ein paar Klicks am Computer einzutauschen“, sagt Geschäftsführer Dr. Wolfram Krause. „Bequemlichkeit spielt dabei eine große Rolle: Die Ware, sei sie noch so sperrig, wird geliefert. Dabei stehen die Baumärkte, die der Kunde bislang vornehmlich als real existierenden Markt auf der grünen Wiese wahrnimmt, vor allem in direkter Konkurrenz zu Amazon. Geht es um die reine Produktbestellung, ist der E-Commerce-Primus kaum zu schlagen.“ In puncto Produktauswahl, Abwicklung und Lieferung habe Amazon fast immer die Nase vorn. „Dennoch“, so Krause, „erwartet der Kunde, dass der Baumarkt sein Produktportfolio ebenfalls komplett online abbildet, nicht zuletzt um Umfang und Preis des Warenangebotes recherchieren zu können, bevor er in den Markt fährt.“

Wie man seine stationäre Verkaufsfläche erfolgreich aufstellt, welche Entwicklungen von zukunftsorientieren Ladenkonzepten es gibt und was ein OmniStore ist, dass lesen Sie in der Ausgabe 07/2019 von BaumarktManager.

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08.07.2019