zurück

DIY-Offensive mit Leichtbauplatte

Nachdem das Produkt zunächst nur bei Bauhaus und später auch bei der Hagebau gelistet war, verkauft seit Kurzem auch Obi die DIY-Leichtbauplatte „VeroBoard Rapid“. Der Geschäftsführer des Anbieters Verotec, Dirk Franz, spricht über den Sprung in den Endverbrauchermarkt und die Pläne im DIY-Segment.

BaumartkManager: Herr Franz, mit Ihrer Leichtbauplatte sprechen Sie seit rund vier Jahren Heimwerker an. Mit dem neuen Vertriebspartner Obi, den Sie 2018 gewinnen konnten, sind nun mehr als 100 Märkte hinzugekommen. Wie erklären Sie die hohe Nachfrage?

Franz Dirk, Geschäftsführer von Verotec
Franz Dirk, Geschäftsführer von Verotec
Foto: Verotec

Dirk Franz: Die Platte ist aufgrund ihrer Leichtigkeit und Vielseitigkeit eine tolle Alternative zu Ausbauplatten auf Gips- und Zementbasis. Bis 2014 wurde sie noch hauptsächlich in Hightech-Systemen eingesetzt, meist für Leichtbau-Fassaden – und war damit exklusiv Profis vorbehalten. Mit der Ausweitung des Einsatzspektrums für den trockenen Innenausbau, dem gleichzeitig erkennbaren Trend zum Selberbauen und unserer jahrzehntelangen Kompetenz für Systemlösungen im Leichtbau lag es nah, „VeroBoard Rapid“ für den Selberbauer zu entwickeln. Denn neben dem Gewicht sprechen auch verarbeitungstechnische und bauphysikalische Argumente für den Werkstoff Blähglas. Was uns mittlerweile hilft: Blähglasplatten waren zum Start 2015 vielen Heimwerkern unbekannt. Hier hat sich einiges getan. Wir verzeichnen jährlich steigende Verkaufszahlen, die Anfragen von Endkunden und Handelspartnern steigen stetig – das zeigt ja auch das hohe Interesse von Obi.

BM: Welche Absatzmengen haben Sie bisher erreicht, und wohin wollen Sie?

D.F.: Seit der Einführung bewegen sich die Absatzmengen stetig nach oben. Für dieses Jahr rechnen wir mit einem weiteren deutlichen Anstieg der Verkaufsmengen. Für die Kooperation mit Obi war unser Ziel, mindestens in 30 Filialen Eingang zu finden. Das war anscheinend recht vorsichtig geplant, denn hier sind wir schon jetzt in 110 Märkten präsent. Insgesamt ist unsere DIY-Leichtbauplatte damit deutschlandweit an rund 250 Standorten im Handel vertreten.

BM: Wie unterstützen Sie den Handel bei der Endkundenansprache?

D.F.: Wir haben umfangreiche POS-Materialien entwickelt. Je nach Platzierung können die Produkte im Regal oder auf der Freifläche mit Displays präsentiert werden. Zusätzlich schult und betreut unser Vertriebsteam die Berater der Handelsniederlassungen, optimiert den POS-Auftritt und unterstützt die Märkte mit Live-Demos, zum Beispiel bei Hausmessen oder Aktionstagen. Zudem ist das Plattensortiment auf den DIY-Bedarf abgestimmt: „VeroBoard Rapid“ gibt es in einer Dicke und in zwei Formaten. Das vereinfacht die Vorratshaltung. Die Produktmarke ist außerdem ausschließlich als DIY-Produkt für den Einzelhandel konzipiert. Für Profis bieten wir ein anderes, auf deren Ansprüche zugeschnittenes Portfolio.

BM: Ist mit einer Diversifizierung oder weiteren Produkten rund um den DIY-Leichtbau zu rechnen?

D.F.: Unsere Platte wird es weiterhin in den zwei bewährten Formaten geben: die handliche Ein-Mann-Platte und die Großformat-Platte für die schnelle Beplankung großer Flächen. Zudem haben wir aus unserem Profi-Portfolio für DIY einen gebrauchsfertigen Silikat-Spachtel als ideale Ergänzung entwickelt, den wir in Kürze auch dem Handel anbieten werden.

BM: Also ein weiteres Produkt aus der Fachwelt für den Heimwerker?

D.F.: Genau. Mit dem mineralischen und schimmelhemmenden Silikat-Flächenspachtel können die Oberflächen einfach geglättet werden, um danach Farbe oder Tapeten aufzubringen. Die Diffusionsoffenheit der Leichtbauplatte wird zusätzlich unterstützt. So können auch Heimwerker künftig hochwertig und einfach bauen.

BM: Wie sind Sie für Wachstum gewappnet, was erwarten Sie?

D.F.: Um der wachsenden Nachfrage begegnen zu können, haben wir bereits 2017 insgesamt 15,7 Millionen Euro in das neue, hochmoderne Werk am Firmensitz in Lauingen investiert – mit Logistikzentrum und Produktion. Damit haben wir unsere Kapazität verdoppelt, unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig gesichert und zusätzlich neue Arbeitsplätze geschaffen.

Neben der Webseite bietet BaumarktManager einen tieferen Einblick in die Entwicklungen der Branche in seinem Fachmagazin. Das Heft umfasst neue Store-Konzepte, die Digitalisierung auf der Fläche, innovative Produkte und Sortimente und Tipps zur Verbesserung der eigenen Unternehmungsführung. Abonnieren können Sie das Heft über unseren E-Shop oder Sie testen einfach das Fachmagazin im Mini-Format.

24.05.2019