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Vertrieb über Baumärkte von geringer Relevanz

Der neue „Branchenfokus Elektroinstallationsmaterial“ des IFH Köln zeigt: 14,1 Milliarden Euro wurden 2017 in Deutschland mit Kabeln, Schaltern, Dosen und Befestigungsmaterialien umgesetzt, für 2018 wird ein Marktwachstum prognostiziert.

IFH_Markt-Elektroinstallationsmaterial 2018
Beim Elektroinstallationsmaterial werden 81 Prozent der Umsätze durch das Handwerk generiert.
Foto: IFH

Nach der positiven Entwicklung des Marktes für Elektroinstallationsmaterial in den Jahren 2015 und 2016, geht der Umsatz 2017 um 0,5 Prozent zurück. Damit liegt das Marktvolumen im vergangenen Jahr bei 14,1 Milliarden Euro zu Endverbraucherpreisen. Das zeigt der neue „Branchenfokus Elektroinstallationsmaterial“ des IFH Köln. Für das noch laufende Jahr 2018 sprechen aber alle bisher vorliegenden Daten für eine eindeutig positive Umsatzentwicklung. Die aktuelle IFH-Hochrechnung zeigt ein Gesamtmarktwachstum von 3,3 Prozent.

„Auch wenn bei der Inlandsentwicklung des Marktes noch Luft nach oben ist, erfreut das Jahr 2017 die deutschen Produzenten, denn sie können ein Umsatzplus verzeichnen. Insgesamt werden Elektroinstallationsmaterialien im Wert von 10,5 Milliarden Euro in Deutschland produziert“, so Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln.

Deutschland wichtigster Einzelmarkt in der EU

EU-weit beläuft sich das Umsatzvolumen von Elektroinstallationsmaterial auf 57,7 Milliarden. Mit einem Umsatzanteil von 25 Prozent ist Deutschland der wichtigste Ländermarkt. Dahinter folgen Großbritannien, Frankreich und Italien mit Anteilen zwischen 9 und 15 Prozent. Auf Warengruppenebene zeigt sich, dass in der EU – genau wie im deutschen Markt – vor allem Kabel/Leitungen, Befestigungsmaterialien und Schaltschränke/Zählertafeln gekauft werden.

Handwerk bleibt relevantester Vertriebskanal

Wie bereits in den vergangenen Jahren bleibt das Handwerk der wichtigste Distributionsweg beim Verkauf der Produkte. So wurden in den vergangenen Jahren rund 81 Prozent der Umsätze auf Endverbraucherebene durch das Handwerk generiert. Dies liegt darin begründet, dass Produkt und Installationsleistung häufig im Verbund verkauft werden. Die weiteren Vertriebswege sind entsprechend der hohen Handwerkeranteile von geringer Relevanz.

14.12.2018