zurück

Was Kunden über Smart Home wissen wollen

Der Umfang der Smart-Home-Anwendungen nimmt stetig zu, hat das Marktforschungsunter Dr. Grieger und Cie: herausgefunden. Mehr als die Hälfte aller Haushalte ist künftig an solchen Anwendungen interessiert. Das ist eine Herausforderung für alle Baumarktfachverkäufer aus den Bereichen Energie, Sicherheit, Komfort und Garten.

Smart Home Geräte können über das Smartphone bedient werden.
Smart Home Anwendungen werden immer beliebter. Der Baumarkt muss sich darauf vorbereitet und die richtige Beratung bieten.
Foto: Pixabay

Ist eine Funkalarmanlage auch sicher?

Moderne Funkalarmanlagen arbeiten mit verschiedenen Methoden, die eine Sabotage nahezu unmöglich machen. Sie senden auf einer speziell für Sicherheitsanlagen reservierten Frequenz und das Signal wird mehrfach verschlüsselt. Somit wird garantiert, dass die Funkübertragung nicht durch funkbasierte Geräte des täglichen Bedarfs wie Radios, Funktelefone oder Baby-Phones gestört oder überlagert werden kann. Die Überlagerungsüberwachung und die automatische Supervision – der Sender meldet sich in regelmäßigen Abständen beim Empfänger – sorgen zusätzlich für eine sichere Funkübertragung.

Wie funktioniert eine Alarmanlage grundsätzlich?

Am Anfang steht das Ereignis, etwa Einbruch, Feuer oder technischer Schaden. Das Ereignis wird von einem Melder (Öffnungsmelder, Bewegungsmelder, Rauchmelder etc.) erkannt. Darauf übermittelt der Melder dieses Ereignis an die Zentrale. Die Signalübertragung erfolgt entweder über Draht oder per Funk. Die Zentrale ist das Gehirn der Alarmanlage: Sie wertet die Signale aus und entscheidet, was zu tun ist. Je nachdem, wie die Zentrale programmiert ist, erfolgt am Ende dieser Ereigniskette eine Reaktion: Die Sirene gibt akustischen Alarm, das Licht geht an oder eine Notrufleitstelle wird verständigt.

Was sind die wesentlichen Vorteile einer drahtgebundenen Alarmanlage und eines Funkalarms?

Drahtalarm bietet vor allem einen exklusiven, störungsfreien Übertragungsweg. Er eignet sich vorrangig für große Objekte wie Hallen. Sie ist wirtschaftlich im Betrieb und kommt ohne großen Wartungsaufwand aus. Funkalarmanlagen punkten dagegen mit hoher Flexibilität. Die Installation ist leicht und in der Regel auch Laien möglich. Bauliche Eingriffe sind dabei nicht erforderlich. Überdies sind sie jederzeit erweiterbar.

Welche Kommunikationsstandards gibt es für Smart-Home-Anwendungen?

Die Datenübertragung in Smart-Home-Systemen erfolgt entweder kabelgebunden oder per Funk. Zu den Funkstandards gehören WLAN, DECT und Bluetooth, die bereits aus der privaten Nutzung für Internet und Telefonie bekannt sind. Ein weiterer, offener Standard ist Zig Bee. Die am häufigsten verwendete Funkfrequenz liegt auf dem 868-Mhz-Band und ist lizenzfrei nutzbar. (Informationen hierzu auch in der nebenstehenden Tabelle)

Wie unterscheiden sich nun offene und proprietäre Standards?

Proprietäre Systeme werden von einem bestimmten Hersteller angeboten und unterstützen oft nur dessen Anwendungen. Offene Standards sind herstellerübergreifend gültig und nutzbar. In der Praxis kommunizieren viele Smart-Home-Systeme per Funk zwar über die gleiche Frequenz, jedoch nicht über das gleiche Protokoll. Dieses ist meist abhängig vom Hersteller und erlaubt somit keine Verbindung unterschiedlicher Smart-Home-Systeme. Wiederum gibt es jedoch die Möglichkeit, sogenannte Gateways einzubinden, die als Nahtstelle fungieren und eine Verknüpfung ermöglichen können.

Über das Smartphone kann die Heitzung an- und ausgeschaltet werden
Eine gesicherte WLAN-Verbinung ist für die Nutzer von Smart Home Anwendungen besonders wichtig.
Foto: Pixabay

Wie groß ist die Funkreichweite der Smart-Home-Steuerung?

Die Funkreichweite der Smart-Home-Steuerung ist ähnlich wie das WLAN-Signal eines Routers auf etwa 30 m innerhalb eines Gebäudes festgelegt. Dies kann durch örtliche Gegebenheiten variieren. Unter anderem können etwa Stahlbetondecken oder auch Fußbodenheizungen das Funksignal verschlechtern. Deshalb ist es günstig, wenn die Steuerung/das Gateway im Haushalt möglichst zentral positioniert wird. Für eine optimale Verbindung der Smart-Home-Geräte zum Gateway sollten diese mindestens 1 m entfernt sein. Das Gateway sollte ebenfalls einen Mindestabstand von 1 m zu Ihrem WLAN-Router haben, da sonst Störungen auftreten können.

Mein Heizkörperthermostat kann nicht eingebunden werden. Was kann ich tun?

Sollte Ihr Heizkörper-Thermostat nicht eingebunden werden können, setzen Sie das Gerät in den Werkszustand zurück (Bezug auf Smart-Home-Lösung von Bosch). Öffnen Sie hierfür den Batteriedeckel und drücken Sie die an der Unterseite befindliche Mode-Taste beim erneuten Einlegen der Batterien so lange, bis die LED des Thermostats orange blinkt. Lassen Sie kurz los und drücken Sie die Taste erneut, bis die LED grün aufleuchtet. Anschließend folgen Sie der Anleitung zum Verbinden erneut.

Bezogen auf „Home Base“ der Deutschen Telekom: Ist eine Steuerung vom Computer oder Laptop über Internetbrowser möglich?

Es ist möglich, die Geräte über den Browser zur Home Base hinzufügen. Eine Verknüpfung und damit Steuerung der Geräte über Situationen ist jedoch nur über die Smart-Home-App möglich.

Brauche ich für Smart-Home einen Internetanschluss?

Bezug auf RWE Smart Home: Ja, für die Ersteinrichtung, die mobile Steuerung, Software-Updates und Änderungen in der Konfiguration ist ein Internetanschluss erforderlich. Die einmal eingestellten Profile funktionieren anschließend auch ohne Onlinezugriff.

Kann ich ein Smart-Home-System selbst installieren?

Die meisten Smart-Home-Geräte lassen sich einfach und ohne technische Vorkenntnisse installieren und in das Smart-Home-System einbinden (Bezug auf RWE Smart Home). Daher sind sie auch für die Baumarktkunden geeignet. Für den Einbau von Unterputzgeräten empfiehlt es sich, einen Fachhandwerker zu beauftragen.

Wie funktioniert die Datenüber­tragung und ist diese sicher?

Die Smart-Home-Zentrale (hier: RWE) kommuniziert in Ihrem Zuhause über eine verschlüsselte Funkverbindung mit den zu steuernden Einheiten. Wenn Sie Ihre Geräte auch von außerhalb steuern wollen, nutzen Sie dafür Ihr Smartphone oder einen externen Internetzugang. Auch in diesem Fall kommunizieren Sie über verschlüsselte Verbindungen mit dem Server des Anbieters.

01.01.2019