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Wohnaccessoires: Das attraktive Extra

Wohnaccessoires wie Dekorationsartikel und Haustextilien gewinnen seit Jahren an Bedeutung. Das bestätigen immer neue Erfolgsmeldungen der Branche. Insgesamt erreichte die Warengruppe der Wohnaccessoires im letzten Jahr eine Umsatzsteigerung von 2,3 Prozent.

Dekorationen und Heimtextilien sind klassische Sortimente für den stationären Handel der mit diesem Zusatzsortiment im Vergleich zum Kenrsortiment der Baumärkte eine deutlich höhere Flächenproduktivität erzielt.
Dekorationen und Heimtextilien sind klassische Sortimente für den stationären Handel der mit diesem Zusatzsortiment im Vergleich zum Kenrsortiment der Baumärkte eine deutlich höhere Flächenproduktivität erzielt.
Foto: Messe Frankfurt

Der Handelsverband Koch- und Tischkultur e. V. meldet für 2017 einem Gesamtumsatz von 6,3 Mrd. Euro, was einem leichten Plus von 0,3 Prozent entspricht. Starke Treiber für diesen Zuwachs waren Tischtextilien und dekorative Accessoires. Auch im Baumarkt stellen Wohnaccessoires das wichtigste Zusatzsortiment dar, dicht gefolgt von Haustextilien wie Tischwäsche, Kissen oder Decken. Gleich eine ganze Bandbreite an guten Gründen sprechen für das Sortiment.

Deko liegt bei Wohnaccessoires weit vorne

Dekoration und Haustextilien sind klassische Wohnaccessoires für den stationären Handel. Kunden möchten die Angebote sehen, anfassen, vergleichen und im besten Fall anhand von Beispielen inspiriert und beraten werden. Hier verfügen Baumärkte über den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Onlinehandel. Zudem eignen sich Wohnaccessoires, Dekoration sowie Haus- und Heimtextilien geradezu perfekt als Ergänzung zu bestehenden Sortimenten und schaffen eine gezielte Attraktivitätssteigerung.

Weitere Aspekte mit weitreichender Bedeutung sind die Kundengewinnung, die Ansprache neuer Zielgruppen und die Steigerung von Impulskäufen. So können Zusatzsortimente nicht nur den Gesamtumsatz steigern oder Umsatzeinbußen in klassischen Kernsortimenten abfangen, sie dienen auch dazu, die Kundenfrequenz zu erhöhen und neue Zielgruppen an das Geschäft zu binden.

Mehr Produktivität auf kleinerer Fläche

Im Vergleich zum Kernsortiment der Baumärkte erreichen die Zusatzsortimente, wie Wohnaccessoires, im Durchschnitt eine deutlich höhere Flächenproduktivität. Sie belegen weit weniger Verkaufsfläche, sind aber, selbst saisonal betrachtet, starke Umsatztreiber. Besonders viel Anklang finden Dekorationen und Heimtextilien vor allem bei Frauen. Mit den Verkaufsflächen für dieses Ergänzungssortiment lassen sich weibliche Kunden verstärkt in die Männerdomäne Baumarkt locken.

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Individualität im Trend

Dekorative Pflanzen sorgen für Zusatzeinnahmen am PoS.
Dekorative Pflanzen sorgen für Zusatzeinnahmen am PoS.
Foto: Erismann

Die Hersteller von Dekorationsartikeln und Heimtextilien setzen mehr denn je auf Individualität. Gerade in Zeiten, in denen industrielle Massenware die Konsumlandschaft beherrschen, suchen die Kunden das Einzigartige. Eine Innendekoration, die entsprechend der eigenen Vorstellungen zusammengestellt wird, entspricht diesem Wunsch und eröffnet den Baumärkten neue Perspektiven. Die größten Individualisten unter der Käuferschaft sind die 20- bis 30-Jährigen. Ihnen ist die persönliche Note ein besonderes Anliegen. Selbst wenn diese Zielgruppe zu Massenprodukten greift, werden diese mit persönlichem Bezug zum ganz eigenen Stil weiterentwickelt. Käuferschichten ab 30 Jahren zeigen ein ausgeprägtes Qualitätsbewusstsein – und einen pragmatischeren Ansatz. Besonders häufig verwendete Produkte sollen entsprechend lange halten und müssen höheren Ansprüche genügen.

Rückzugsort mit vier Wänden

Der eigene Wohnraum ist für den Großteil der Kunden der zentrale Ort, an den man sich zurückziehen kann. Das Zuhause ist Schutzraum, Entspannungsoase und der Ort zum Sich-selbst-sein. Passend hierzu sind naturnahe Produkte und sanfte Farben der Trend für 2019. Sie schaffen ein natürliches Umfeld, das Ruhe und Besinnung vermittelt. Die Materialien sind durch die Bank weg natürlich, gerne auch recycelt. Wolle, Holz, Stein, Ton oder Keramik werden in allen Varianten kombiniert.

Wie das genau funktioniert, machen einmal mehr die Skandinavier vor: Nach „Hygge“ zieht mit „Lagom“ ein weiterer Trend aus dem hohen Norden herunter. Das Geheimnis von „Lagom“ ist die goldene Mitte, also nicht zu viel und nicht zu wenig – und immer mit Glücksgarantie. Mit „Lagom“ gemeint ist die Balance aller Dinge, also das bewusste und auch nachhaltige Leben, das im Umkehrschluss mit Zufriedenheit belohnt.

Für den großen Auftritt

Ein krasser Gegensatz zum sanften und nachhaltigen Naturtrend ist das „Joyfilled ambience“, das kühn und auffällig daherkommt und eine Bühne der Selbstdarstellung offeriert. Dieser erfrischend fröhliche Stil bringt eine Fülle mit botanischen Motiven, geometrischen und übergroßen Dekoren sowie Vintage-Prints in die eigenen vier Wände. Die Farb- und Materialkombinationen sind ebenso vielfältig wie eigenwillig – immer jedoch auf die maximale Aufmerksamkeit ausgerichtet. Für die Umsetzung des Trends sind Beispiele und Vorlagen sehr willkommen, weil der oft so zufällig wirkende Charme des Mustermix meist einfach nur gut aufeinander abgestimmt ist.

Schöne Ideen, schnell gemacht

Erlaubt ist was gefällt. Dieses Motto gilt in diesem Jahr mehr als sonst für Dekorationen und Heimtextilien. Mit diesem Sortiment können Kunden herrlich unkompliziert experimentieren und mit kleinen Veränderungen eine große Wirkung erreichen. Neue Vorhänge, eine Bilderwand oder eine farblich aufeinander abgestimmte Tischdeko – mit wenig Aufwand lassen sich ganz neue Looks zaubern. Viele kreative Dekoideen sind leicht selbst umzusetzen. Ein bisschen Anregung ist bei dem Kunden dennoch gerne gesehen. Anlässe hierfür bieten sich reichlich, ob jahreszeit- oder anlassbezogen oder einfach für selbst ernannte Gelegenheiten – die Produktfülle gibt es her und Kunden lieben Abwechslung.

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06.03.2019

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