Unter dem Motto „Wir schaffen Verbindungen“ haben Bauhaus und das Nachrichtenmagazin Spiegel den Social Design Award 2026 vergeben und dabei vier Projekte für gesellschaftliche Teilhabe ausgezeichnet.
Laut Mitteilung des Baumarktfilialisten haben Bauhaus und Spiegel in Hamburg die Preisträgerinnen und Preisträger des Social Design Award 2026 geehrt. Im Fokus stehen Initiativen, die gesellschaftliche Teilhabe fördern und unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander in Kontakt bringen.
Den Publikumspreis mit 2.500 Euro erhielt das Düsseldorfer Mentoringprojekt „MentForMigra“. Ehrenamtliche Mentoren begleiten dort Kinder und Eltern mit Flucht oder Migrationsgeschichte über mehrere Jahre, treffen sich regelmäßig in der Stadtbücherei und sollen Bildungschancen sowie Integration durch Bildung verbessern.
Einen der beiden Jurypreise, ebenfalls mit 2.500 Euro dotiert, sprach die Jury dem Verein „ApplicAid“ zu. Bei diesem Projekt unterstützen Stipendiaten junge Menschen ohne akademischen Familienhintergrund bei der digitalen Bewerbung um ein Studiumsstipendium. Seit 2020 wurden über 1.200 Mentees begleitet, die Erfolgsquote liegt bei über 40 Prozent, heißt es in der Mitteilung.
Der zweite Jurypreis ging den Angaben zufolge an das Projekt „Straßennachlass“ der Hamburger Obdachlosenhilfe. Es schafft für obdach- und wohnungslose Menschen einen geschützten digitalen Ort für Dokumente, Kontakte und Erinnerungen. Ein Armband mit Chip und NFC Technik ermöglicht im Notfall die schnelle Kontaktaufnahme durch Polizei oder Rettungskräfte, das Projekt befindet sich noch in der Testphase.
Den Bauhaus Sonderpreis mit 1.500 Euro erhielt laut Mitteilung der „Kulturklüngel“ aus Köln. Mit Stadtführungen macht das Projekt die kulturelle Vielfalt der Nachbarschaft sichtbar und stellt Menschen und ihre Geschichten in den Mittelpunkt. Ziel ist nach Angaben des Unternehmens eine offene, aufgeklärte und multikulturelle Gesellschaft, die auf Respekt, Fairness und verantwortungsvollem Miteinander beruht.
Robert Köhler, Leiter Marketingkommunikation bei Bauhaus Deutschland und Mitglied der Jury, betonte, dass die ausgezeichneten Projekte zeigen, „was entstehen kann, wenn man Perspektiven wechselt und gemeinsam anpackt“. Es sei für Bauhaus ein wichtiges Anliegen, Menschen zu unterstützen, die Verantwortung übernehmen und selbst etwas bewegen.
Hintergrund: Anlässlich des diesjährigen Social Design Awards wurden fast 300 Sozialprojekte aus ganz Deutschland eingereicht, die sich für gesellschaftliche Teilhabe einsetzen. Eine siebenköpfige interdisziplinäre Jury aus Design- und Medienprofis sowie Experten von Bauhaus wählte daraus zehn Initiativen für die Shortlist aus. Anschließend konnte auf der Website des Spiegels für das Lieblingsprojekt abgestimmt werden. Am Abend des 02. November wurden die Gewinner schließlich bei der Preisverleihung in Hamburg gefeiert.
