Eine Frau und ein Mann stehen auf einer Bühne bei einer Konferenz zum Thema Inklusion am Arbeitsmarkt. Der Mann hält ein Mikrofon und spricht zum Publikum, während die Frau neben ihm mit Unterlagen steht.
Der Anfang einer wichtigen Begegnung: Dominique Rotondi, Geschäftsführer für Einkauf und Logistik bei Toom, begrüßt gemeinsam mit Moderatorin Claudia Kleinert die Teilnehmenden des Stakeholder-Dialogs in Köln (Quelle: Toom Baumarkt)

Handel 2026-10-20T00:00:00Z Inklusion beginnt mit Begegnung: Toom und Lebenshilfe im Dialog

Wie Unternehmen Inklusion am Arbeitsmarkt konkret fördern können, stand im Mittelpunkt eines Stakeholder-Dialogs, den Toom und die Bundesvereinigung Lebenshilfe am 15. Oktober in Köln ausgerichtet haben. Unter dem Titel „Inklusion am Arbeitsmarkt: Anspruch, Realität – und was wir jetzt verändern müssen“ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und kommunaler Praxis über Chancen, Hürden und praktische Ansätze.

Die zentrale Botschaft des Dialogs war laut Mitteilung: Inklusion beginnt mit Begegnung – sie baut Berührungsängste ab, macht Fähigkeiten sichtbar und eröffnet neue berufliche Perspektiven. Im DEINSpeisesalon brachte Moderatorin Claudia Kleinert unter anderem VdK-Präsidentin und Paralympics-Siegerin Verena Bentele, Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, die Kölner Behindertenbeauftragte Mirjam Tomše, Lebenshilfe-Referentin Almuth Meinert sowie Toom-Geschäftsführer Einkauf und Logistik Dominique Rotondi miteinander ins Gespräch.

Ein Film aus der Toom-Filiale Voerde zeigte, wie inklusive Zusammenarbeit im Alltag funktioniert. Rotondi betonte, dass inklusive Beschäftigung bei Toom eng mit Unternehmenskultur und Nachhaltigkeitsverständnis verknüpft ist und über Formate wie „Schichtwechsel“ erlebbar wird. Angesichts des Fachkräftemangels werde nach Ansicht der Diskutierenden noch zu wenig auf die Kompetenzen von Menschen mit Behinderung gesetzt; Praktika, begleitete Einstiege und verständliche Informationen sollen Zugänge zum allgemeinen Arbeitsmarkt erleichtern.

Gleichzeitig müssten Bürokratie, unübersichtliche Zuständigkeiten und Unsicherheiten über Unterstützungsleistungen abgebaut werden. Der Dialog von Toom und Lebenshilfe will erfolgreiche Modelle sichtbar machen, Akteure vernetzen und weitere Unternehmen motivieren, sich für inklusive Beschäftigung zu öffnen – damit aus der ersten Begegnung langfristige berufliche Perspektiven werden, so die Mitteilung des Baumarktbetreibers.

zuletzt editiert am 19. Oktober 2026
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