Die K.E.M. Gruppe setzt im Rahmen ihres Netzwerktages in Nürnberg auf ein kompaktes Format: Tagungsprogramm am Vormittag, „Speeddating“ am Nachmittag – mit über 40 Lieferanten und Dienstleistern, darunter Aktivbank, Greenbase und Nordwest, im direkten Austausch mit rund 150 vor allem kleinteiligen Partnerbetrieben. Der Netzwerktag schließt bewusst die Lücke zwischen den im zweijährigen Rhythmus stattfindenden Gemeinschaftsmessen mit der Bauvista.
Geschäftsleiter Thomas Niedermaier beschreibt im Pressegespräch K.E.M. als Netzwerk vorwiegend inhabergeführter Familienbetriebe im ländlichen und kleinstädtischen Raum. Die Flächen reichen von 150 bis maximal 4.000 Quadratmetern, der Schwerpunkt liegt auf Werkzeug-, Maschinen- und Eisenwarenhändlern, ergänzt um Baumärkte und Landmärkte mit ausgeprägter Nahversorgerfunktion. K.E.M. zählt 147 eigene Partnerhäuser und kommt inklusive Greenbase- und Car-Partnern auf 442 Unternehmen, für die zentral die Lieferanten abgerechnet werden.
Bemerkenswert ist das Geschäftsmodell: keine Gesellschafter, keine Franchisegebühren, dafür ein hoher Grad an unternehmerischer Freiheit. „Sie können viel, Sie dürfen viel, Sie müssen nichts“, fasst Niedermaier den Ansatz zusammen. Der Außendienst unterstützt vor Ort – von Regalnutzung und Sortimentsbereinigung bis hin zu rechtlichen Fragen etwa zu Garantie- und Preisangaben.
Für die Baumarktbranche insgesamt dient K.E.M. als Beispiel, wie sich mittelgroße, individuell geführte Standorte zwischen Filialsystemen und klassischen Verbundgruppen positionieren können: durch gebündelte Einkaufsvolumina (u. a. mit Bauvista und rund 1.600 Lieferanten) und Zugriff auf Baustoff- und Grünsortimente – jedoch ohne einheitliches Markendach. Themen wie Nachfolge, Nachverdichtung bestehender Standorte statt Neubau und ein pragmatischer Umgang mit Online-Services verdeutlichen zugleich, welche Rolle Verbünde wie K.E.M. im Wettbewerb um inhabergeführte Häuser spielen.
