Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im September deutlich eingetrübt. Für Oktober weist das Konsumklima einen Rückgang um 3,8 Punkte aus und fällt damit auf -30,6 Punkte. Ausschlaggebend für den spürbaren Einbruch sind vor allem die stark gesunkene Einkommenserwartung sowie eine zunehmende Sparneigung der Verbraucher. Auch die Anschaffungsneigung gibt leicht nach, während sich die Konjunkturerwartungen kaum verändern. Das geht aus den aktuellen Ergebnissen des NIM-Konsumklimaspowered by GfK hervor.
Die deutliche Eintrübung des Konsumklimas ist zu einem wesentlichen Teil auf den starken Rückgang der Einkommensaussichten in diesem Monat zurückzuführen. „Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden“, erklärt Rolf Bürkl, Head of Consumer Climate beim NIM. „Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft.“
Steigende Sparneigung belastet Konsumklima
Neben den gesunkenen Einkommensaussichten wird das Konsumklima im September durch eine spürbar gestiegene Sparneigung gedrückt. Nach einem Plus von 6,0 Zählern steigt die Sparneigung auf 21,5 Punkte. Man muss in der Historie bis in die Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 zurückgehen, um einen ähnlich hohen Wert für die Sparstimmung zu messen.
Konjunkturerwartungen mit leichtem Plus
Während die Einkommensaussichten gegenwärtig deutlich skeptischer beurteilt werden, legen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher weiter etwas zu, wenn auch die Dynamik aktuell nachgelassen hat.
