Streichutensilien stehen bereit in einem Zimmer, eine Leiter, ein Farbeimer und Pinsel
Der Markt für Farben und Lacke ist weiterhin unter Druck. (Quelle: Pexels / Blue Bird)

Industrie 2024-07-03T22:00:00Z Abschwung bei Farben und Lacken hält an

In Deutschland setzte sich im Jahr 2023 der Abschwung am Markt für Bautenfarben und -lacke fort. Selbst Preiserhöhungen konnten einen Erlösrückgang nicht verhindern. Das zeigen aktuelle Daten von Marktstudien des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

Mit dem Ende von Ausgangsbeschränkungen und Lockdowns kam der Markt für Wandfarben, Bautenlacke sowie Holzschutzmittel und Lasuren ins Trudeln. „Selbst signifikante Preiserhöhungen konnten einen Umsatzrückgang nicht verhindern“, gibt Studienautor Dominique Otto zu bedenken. „Zwischen 2020 und 2023 stiegen die Verkaufspreise im Schnitt um 13 Prozent“.

Laut aktuellem Branchenradar Farben und Lacke in Deutschland sanken im Jahr 2023 die Herstellererlöse am deutschen Markt im Jahresvergleich um 1,0 Prozent, nach minus 1,9 Prozent im Jahr davor. Der Gesamtumsatz fiel dadurch auf zuletzt 1,97 Milliarden Euro zurück. Besonders hart traf es im Vorjahr Holzschutzmittel und Lasuren. Gegenüber 2022 reduzierten sich die Erlöse um 5,1 Prozent auf 123 Millionen Euro. Ein leichtes Minus um 0,8 Prozent gab es zudem bei Wandfarben, mit denen 2023 rund 1,57 Milliarden Euro umgesetzt wurden. Lediglich der Umsatz mit Bautenlacken stagnierte mit 273 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Der Grund für die schwache Nachfrage war in allen drei Warengruppen derselbe. Vor allem private Haushalte griffen deutlich weniger zu Pinsel oder Farbenwalze und verwendeten ihre Zeit verstärkt für Urlaub und Freizeit. Zumindest am Markt für Farben und Lacke sind die Nachwirkungen der Corona-Pandemie noch zu spüren.

zuletzt editiert am 03. Juli 2024
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